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Flottenverwaltung

Professionelles Reifenmanagement – wieso ist das wichtig?

Professionelles Reifenmanagement ist für jeden Fuhrpark von Bedeutung. Wir stellen Gründe vor, warum das Reifenmanagement mehr Aufmerksamkeit benötigt und wie Sie die besten Angebote finden.

Dezember. 15, 2020

Wir besprechen warum professionelles Reifenmanagement in Ihrem Fuhrpark so wichtig ist und was Sie tun können um die besten Angebote zu finden.

Warum sind Reifen so wichtig?

Um die Sicherheit der Fahrer und der anderen Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten, müssen Reifen in einem guten Zustand sein – hier gilt es, vor allem die Profiltiefe im Auge zu behalten, sowie den Reifendruck und weitere äußere Anzeichen von Beschädigungen. Darüberhinaus sind Reifen ebenso ein Kostentreiber in Ihrem Fuhrpark – vor allem bei unsachgemäßer Behandlung kann es hier zu Zusatzkosten kommen.

Luftdruck der Reifen

Der Luftdruck sollte idealerweise monatlich überprüft werden – am kalten Reifen, also vor Fahrtantritt. Ist der Luftdruck zu gering, wird das Fahren zunehmend gefährlicher, da der Reifen weniger Haftung am Boden hat. Außerdem nimmt der Verschleiß an den Reifenschultern übermässig zu. Angaben zum korrekten Luftdruck sind in der Betriebsanleitung oder auch auf einem Aufkleber im Türrahmen oder an der Tankklappe zu finden.

Mit dem richtigen Fülldruck ist auch der Treibstoffverbrauch im normalen Bereich, bei zu tiefem Luftdruck steigt dieser und verursacht unnötige Kosten – für Treibstoff und für den schnelleren Reifenverschleiß. 

Profiltiefe

Neue Autoreifen haben in der Regel eine Profiltiefe von 8mm (Sommerreifen) bis 9mm (Winterreifen) – abhängig vom Hersteller und Modell. Durch das Fahren entsteht an den Reifen ein Abrieb, der sich dann in abnehmenden Profiltiefen widerspiegelt.

Die einzuhaltende Mindestprofiltiefe von 1,6 mm bei Pkws und Motorrädern ist in § 36 Absatz 3 der StVZO festgelegt: 

“ […] Das Hauptprofil muss am ganzen Umfang eine Profiltiefe von mindestens 1,6 mm aufweisen; als Hauptprofil gelten dabei die breiten Profilrillen im mittleren Bereich der Lauffläche, der etwa 3/4 der Laufflächenbreite einnimmt. Jedoch genügt bei Fahrrädern mit Hilfsmotor, Kleinkrafträdern und Leichtkrafträdern eine Profiltiefe von mindestens 1 mm.”

Verschiedene Experten raten jedoch, nicht so lange zu warten und Sommerreifen bei 3mm sowie Winterreifen bei 4mm Profiltiefe auszutauschen.

Tipp: Profiltiefe ganz einfach selber messen – mit einer 1-Euro-Münze.
Halten Sie dazu die 1-Euro-Münze in eine Vertiefung des Reifenprofils in der Mitte des Reifens. Verschwindet der goldene Rand der 1-Euro-Münze, reicht die Profiltiefe noch aus. Wenn der Rand unter der Profiloberfläche ist, sollten Sie die Reifen dringend wechseln lassen.

Bei Nicht-Einhaltung der Vorgaben zur Profiltiefe drohen laut dem Bußgeldkatalog 2020:

  • Fahrzeug mit Reifen betrieben, die nicht den Wetter­verhältnissen angepasst sind (Winterreifen): 60 EUR und 1 Punkt
  • Kraftfahrzeug (außer Mofa) oder Anhänger in Betrieb ge­nommen, dessen Rei­fen keine ausrei­chenden Profil­rillen oder Einschnitte oder keine aus­reichende Profil- oder Ein­schnitttiefe besaß: 60 EUR und 1 Punkt
  • Als Halter die Inbetrieb­nahme eines Kraftfahr­zeugs (außer Mofa) oder Anhängers ange­ordnet oder zuge­lassen, dessen Reifen keine ausreichenden Profil­rillen oder Einschnitte oder keine aus­reichende Profil- oder Einschnitt­tiefe besaß: 75 EUR und 1 Punkt.

Das bedeutet also auch, dass Sie als Fuhrparkverantwortlicher bzw. als Unternehmen im Sinn des Halters für den Zustand der Reifen verantwortlich sind. 

Bei einem professionellen Reifenmanagement werden die Profiltiefen beim Einlagern überprüft und beim Reifenwechsel erfolgt automatisch der Hinweis, dass neue Reifen benötigt werden.

Reifenwechsel

Um im Sommer wie auch im Winter mit den passenden Reifen unterwegs zu sein, sowie stark abgenutzte Reifen bei Vielfahrern auch während der Saison rechtzeitig auszutauschen, sind es bei einem Fahrzeug mindestens zwei Reifenwechsel jährlich, hinzu kommen dann noch die zusätzlichen Wechsel wegen Verschleiss. 

Tipp: Räder bei jedem Radwechsel frisch auswuchten lassen – damit wird eine Überbeanspruchung der Radaufhängungen vermieden und die Reifen fahren sich gleichmäßig ab.

Reifenmanagement erfolgreich?

Je mehr Fahrzeuge Sie also im Fuhrpark haben, desto größer ist der administrative Aufwand, die Reifen zu beschaffen, einzulagern und die Reifenwechsel so zu organisieren, dass die Ausfallzeiten je Fahrzeug möglichst kurz sind. Termine mit Werkstätten oder Dienstleistern zum Reifenwechsel sind zu koordinieren und mit den Fahrern abzustimmen.

Bei kleinen Fuhrparks ist das Reifenmanagement noch besser überschaubar, aber natürlich ebenfalls mit viel administrativen Aufgaben verbunden. Es lohnt sich also bei jeder Fuhrparkgröße, das Reifenmanagement genauer zu betrachten.

Welche Möglichkeiten des Reifenmanagements gibt es grundsätzlich und wie handhaben Sie dies bisher?

  • Reifenmanagement als Teil des Angebotsspektrums von Full-Service Leasingprovidern 
  • Zusammenarbeit mit separaten professionellen Dienstleistern
  • Kooperation mit dem Autohändlern, Reifenhändlern oder der Vertragswerkstatt vor Ort 
  • Eigenregie, z.B. wenn die Flotte zentral in der hauseigenen Werkstatt gewartet wird

Das Rundum-Sorglos-Paket als einfache und kosteneffiziente Lösung

In vielen Fällen lohnt es sich sowohl aus Verwaltungs- als auch Kostensicht, über das Outsourcing des Reifenmanagements nachzudenken.

Neben einer deutlichen Entlastung des Fuhrparkmanagers, der dadurch Zeit für andere Aufgaben gewinnt, spielen auch weitere Faktoren eine wichtige Rolle. Durch das Know How eines externen Anbieters sind die Sicherheit und Zuverlässigkeit deutlich höher, die FAhrer koordinieren dann i.d.R. die Termine direkt selbst und müssen bei Vor-Ort-Dienstleistern auch keine weiten Wege fahren. 

Darüber hinaus sind deutliche Kosteneinsparungen realisierbar, u.a. durch bessere Konditionen im Einkauf, mehr Transparent durch monatliche Fixpreise und damit einfache Budgetierung, Reduzierung des Treibstoffverbrauchs durch Fahren mit dem richtigen Luftdruck, frühzeitiges Erkennen und Beheben von Reifenschäden und dadurch Vermeiden von Pannen sowie die fachmännische Montage und Auswuchtung beim Reifenwechsel und dadurch Vermeidung teurer Folgekosten.

Was beinhaltet ein solches Reifenpaket in der Regel?

  • Saisonbedingter Reifenwechsel
  • Beschaffung
  • Montage
  • Instandhaltung
  • Einlagerung
  • Altreifenentsorgung
  • Kostengarantie und Fixpreis

Denken Sie also darüber nach, wie das Reifenmanagement derzeit in Ihrer Flotte aussieht und ob sich ein Outsourcing für Sie lohnen kann.

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