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E-Mobilität

Kurz- vs. Langstrecken: Fahrzeuge im Elektro-Fuhrpark

Das jeweilige Fahrverhalten entscheidet darüber, welche Fahrzeuge in den Elektro-Fuhrpark einziehen. Die Streckenlänge ist ganz klar als Entscheidungsfaktor anzusehen. Wir schauen uns genauer an, was Sie bei der Entscheidung für die Kurz- und die Langstrecke bei Elektrofahrzeugen beachten sollten.

März. 2, 2022

Die Umstellung auf E-Mobilität, mehr Nachhaltigkeit und auf einen Elektro-Fuhrpark gehört für viele Unternehmen mit zu den Aufgaben, die Priorität haben. Es gibt allerdings viel zu beachten, wenn der Umstieg auf den Elektro-Fuhrpark reibungslos gelingen soll. Von der Möglichkeit für eine Förderung beim Kauf oder beim Einrichten der Ladestationen bis hin zur Verwaltung der elektrischen Fahrzeuge sind zahlreiche Aufgaben zu bedenken. Für viele Fuhrparkleiter beginnen erste Überlegungen aber bei dem Fahrzeug an sich. Vor allem ein Blick auf Kurz- und Langstrecken, auf Anforderungen und Möglichkeiten in Bezug auf die Umstellung ist hier von Bedeutung. Wir betrachten daher heute, welche Kriterien in Bezug auf die Strecke und die damit zusammenhängende Fahrzeugwahl wichtig sind.

Die Streckenlänge als Entscheidungsfaktor im Elektro-Fuhrpark

Die Fahrzeugauswahl für den Elektro-Fuhrpark ist nicht immer einfach umsetzbar. Verschiedene Faktoren sind an dieser Stelle zu beachten, sodass die Analyse vor einem Kauf entscheidend ist. Sonst kann es passieren, dass Sie letztendlich für den Fahrer ungeeignete Fahrzeuge im Fuhrpark stehen haben. Oder solche, die sich in Bezug auf die Verwendung im Unternehmen in der Praxis nur schwer fahren lassen. Einer der wichtigsten Entscheidungsfaktoren an dieser Stelle ist sicherlich, welche Strecken mit dem Fahrzeug zurückzulegen sind. Es kann sich je nach Unternehmen um reine Kurz- oder Langstrecken handeln, die erforderlich sind. Oder es ist eine Mischung vorhanden, durch die verschiedene Fahrzeugtypen nötig sind. Das ist der normale Fall in den meisten Unternehmen, da es selten einen reinen Fokus auf kurze oder auf ausschließlich lange Strecken gibt. Hierfür betrachten Sie genau, wie es bisher war und was Sie in Zukunft erwarten.

Das jeweilige Geschäftsmodell spielt hier ebenfalls eine Rolle. Da im Vergleich zu einem reinen Verbrennungsmotor der Fokus bei der Auswahl bei alternativen Antriebsformen noch auf der Reichweite liegt, ist diese genauer zu beachten. Auf diese Weise passiert es nicht, dass Ihre Fahrer mitten während einer wichtigen Strecke zu einem Kunden erst einmal warten und das Fahrzeug aufladen müssen. Bei falscher Auswahl von Fahrzeugen oder bei einem fehlenden Blick auf die Reichweite kann es sonst zu einem solchen Problem kommen. Die Überlegung, wann sich welches Fahrzeug im Elektro-Fuhrpark lohnt, ist daher entscheidend.

Streckenanalyse für den Elektro-Fuhrpark: So gehen Sie vor

Grundlage für die Zusammenstellung beim Elektro-Fuhrpark ist eine Streckenanalyse. Prüfen Sie im ersten Schritt, wie die Fahrzeuge der Flotte aktuell zum Einsatz kommen. Wie viele Langstrecken von 300 Kilometern und mehr sind erforderlich und welche Fahrer benötigen diese? Betrachten Sie für eine gezielte Streckenanalyse so genau wie möglich, wer wann fährt und wie viele Kilometer anfallen. Hilfreich sind dabei unter anderem Tankabrechnungen genau wie die Bekanntgabe der Kilometerstände. Anhand der herauskommenden Daten können Sie sich ansehen, wann Fahrzeuge für den Elektro-Fuhrpark in Frage kommen und wann dies eher nicht der Fall ist. Vergleichen Sie zudem Kosten und Nutzen und beachten Sie dabei möglicherweise höhere Kosten für Schnellladestationen auf Raststätten. Vor der Umstellung auf den Elektro-Fuhrpark sind zwar viele Details zu beachten, doch diese lohnen sich auch. Im besten Fall schonen Sie nach einer gründlichen Analyse im Anschluss die Umwelt, das Budget und verlängern die Lebenszeiten der jeweiligen Batterie.

Einsatzmöglichkeiten für Kurzstrecken beim Elektro-Fuhrpark

Die Möglichkeit für Kurzstrecken ist recht einfach. Sie können den Elektro-Fuhrpark mit Fahrzeugen ausstatten, die vollständig elektrisch angetrieben werden. In einem solchen Fall ist keine Alternative für längere Strecken erforderlich. Durch die Verwendung von Schnellladestationen, die immer weiter ausgebaut werden, fällt der Einsatz im Alltag leicht. Wichtig ist jedoch, dass Sie genau prüfen, welche Strecken im Durchschnitt zurückzulegen sind. Hierbei helfen ganz besonders Analysemöglichkeiten bei einer Fuhrparkmanagement Software, die einfacher zu analysieren ist als es bei einem Excel Sheet der Fall ist. Sollte sich herausstellen, dass tatsächlich nur Kurzstrecken erforderlich sind, macht es Sinn, sich mit den verschiedenen Fahrzeugklassen und Listenpreisen für diese auseinanderzusetzen. So erhalten Sie in Deutschland beispielsweise die volle Prämie von 9.000 Euro für den Kauf von einem reinen E-Auto bei einem Nettolistenpreis bis maximal 40.000 Euro. Höhere Anschaffungskosten reduzieren die Kaufprämie, was ebenfalls ein Argument für oder gegen den Kauf von bestimmten Fahrzeugen sein kann.

Alternativ bieten sich je nach genauer Streckenlänge möglicherweise E-Bikes für den Fuhrpark an. Diese können alternativ oder in zusätzlicher Form zum Einsatz kommen. Ein Gespräch mit den Fahrern und ein genauer Blick auf die zurückgelegten Strecken kann hier für Klarheit sorgen. Zu beachten ist immer, dass in den Wintermonaten selbst eine Strecke von nur 5 Kilometern durch das wenig gemütliche Klima schwierig ausfallen kann. Ein E-Auto mit einer überschaubaren Reichweite ist daher oft die beste Möglichkeit, die für die meisten Unternehmen in Frage kommt. Sofern Sie bei Ihrer Analyse herausfinden, dass viele Kurzstrecken von rund 10 Kilometern durchgeführt werden, kann ein E-Fahrzeug sehr interessant sein. Bei regelmäßigen Strecken von 100 Kilometern und mehr macht es Sinn, sich die Optionen für Langstrecken anzusehen. Dadurch treffen Sie eine individuelle Entscheidung und können den Elektro-Fuhrpark entsprechend anpassen.

Kurzstrecken beim Fahrzeug: Problemlos mit dem Elektro-Fuhrpark umsetzbar

Strecken bis maximal 10 Kilometer sehen Experten als Kurzstrecken an. Teilweise fallen nur Strecken bis zu 5 Kilometern unter den Aspekt der Kurzstrecke. Für einen Verbrennungsmotor sind Kurzstrecken regelrechtes Gift, der Kraftstoffverbrauch steigt und das Fahrzeug kommt nie auf Betriebstemperatur. Das schadet dem Motor, vielen weiteren Fahrzeugteilen und ist damit wirklich schädlich für die Umwelt. Solche Probleme gibt es mit Fahrzeugen aus dem Elektro-Fuhrpark jedoch nicht. Es gibt bei Elektro-Fahrzeugen keine Warmlaufphase wie bei Verbrennern und ein Verschleiß einzelner Werkteile ist ebenfalls nicht zu befürchten. Achten Sie nur darauf, dass sich der Ladezustand zwischen 20 und 80 Prozent bewegen sollte, um einen Durchschnittswert zu nennen.

Zu häufiges Laden, beispielsweise nach jeder Kurzstrecke, schadet der Batterie. Für Kurzstrecken sind Elektro-Autos damit optimal und eignen sich deutlich besser als ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Bei rund 100 Kilometern, die regelmäßig umgesetzt werden, ist ein Fahrzeug aus dem Elektro-Fuhrpark somit die beste Wahl. Das gleiche gilt für regelmäßige Kurzstrecken im Alltag, beispielsweise auf dem Weg zum Büro. Bewegen sich die klassischen Strecken, die zurückzulegen sind, in einem solchen Bereich, können Sie sich bei der Auswahl von Fahrzeugen bedenkenlos umsehen. Sie müssen sich dann nicht auf die maximale Reichweite konzentrieren, sondern können den Blick auf den Kaufpreis und auf weitere wichtige Aspekte richten.

Aktuelle Optionen für Langstrecken beim Elektro-Fuhrpark

Viele Interessenten an Elektroautos schrecken vor der Umstellung zurück, wenn sie längere Strecken fahren. Eine leere Batterie auf der Autobahn und keine Schnellladestation weit und breit in Sicht ist daher für viele Einsteiger in den Elektro-Fuhrpark ein regelrechtes Alptraumszenario. Ein genauer Vergleich zwischen den Reichweiten und ein Blick auf die Möglichkeiten ist an dieser Stelle entscheidend, wenn Sie ein Modell für Langstrecken benötigen. Ein Hinweis an dieser Stelle: Die für Langstrecken geeigneten Fahrzeuge gehören nicht zu den günstigen Optionen auf dem Markt. Falls Sie ein Modell mit maximaler Reichweite suchen, ist dafür ein entsprechend hochpreisiges Modell erforderlich. Sie müssen deutlich stärker auf den Faktor der Reichweite und des Zeitraums zum Aufladen achten als es bei regelmäßigen Kurzstrecken der Fall ist.

Bis zu 400 Kilometer Reichweite sind bereits möglich

Spitzenreiter bei der Reichweite sind weiterhin die Fahrzeuge von Tesla. Diese sind zwar in Bezug auf die Anschaffung hochpreisig, dafür spricht die Reichweite für sich. Im Praxistest können die Modelle von Tesla genau wie das Modell iX50 xDrive50 von BMW überzeugen. Im Test sind unter realen Bedingungen rund 400 Kilometer möglich, teilweise fahren die Fahrzeuge noch etwas weiter. Fahrzeuge von Skoda, Ford und Mercedes bieten ebenfalls Reichweiten von 300 Kilometern und mehr. Zu überlegen ist bei dem Kauf von einem Fahrzeug mit besonders starker Reichweite, wie oft Sie Langstrecken nutzen werden. Die höheren Anschaffungskosten sind hier nicht zu unterschätzen. Allerdings fällt ein häufiges Nachladen an Schnellladestationen ebenfalls kostspielig aus.

Ein Hinweis: Fahrzeuge für den Elektro-Fuhrpark gelten dann als geeignet für die Langstrecke, wenn in nur 30 Minuten für eine Strecke von 200 Kilometern aufladen können. Es geht daher weniger um die Reichweite an sich als auch um die jeweilige Ladezeit. Schließlich ist dabei zu beachten, dass die Ladeinfrastruktur weiterhin ausgebaut wird. Der genaue Stand hängt aber stets vom jeweiligen Land und von der Region ab, in der Sie mit dem Fahrzeug unterwegs sind.

Eine weitere Option für die Langstrecke sind Plug-In Hybridfahrzeuge, die sowohl mit Elektromotor als auch mit klassischem Verbrennungsmotor laufen. Einen genaueren Vergleich zwischen Elektroautos und Hybridfahrzeugen bieten wir daher ebenfalls. Schließlich muss zwischen diesen Optionen gewählt werden. Genauso wie es entscheidend ist, ein passendes Fahrzeug für Kurz- und Langstrecken zu nutzen.

FAQ zur Fahrzeugauswahl in Bezug auf die Strecke

Warum eignen sich weniger Elektro-Fahrzeuge für die Langstrecke?

Hier spielt nicht nur die maximale Reichweite eine große Rolle. Entscheidend ist außerdem, wie viel das Fahrzeug an einer Ladestation aufladbar ist, wenn nur eine kurze Zeitspanne zur Verfügung steht. Dadurch sind Langstrecken möglich, erfordern aber eine bessere Planung sowie etwas mehr Zeit. Fahrzeuge, bei denen der Ladevorgang zu lange dauert, eignen sich damit weniger für die Langstrecke.

Wann müssen die Fahrzeuge aufgeladen werden?

Es ist absolut nicht empfehlenswert, mit dem Aufladen zu lange zu warten. Im schlimmsten Fall lässt sich die Ladestation sonst nicht mehr rechtzeitig erreichen. Ein Blick auf den aktuellen Status ist daher wesentlich wichtiger als es bei einem Fahrzeug mit reinem Verbrennungsmotor der Fall ist. Die aktuelle Infrastruktur in Bezug auf die Ladestationen ist der Grund, warum vorausschauender zu fahren ist.

Wie häufig sind Pausen bei einer Langstrecke empfehlenswert?

Etwa alle 300 Kilometer ist eine Pause empfehlenswert. Bei einer ausgedehnteren Toilettenpause und während sich der Fahrer die Beine vertritt, ist ein Aufladen möglich. Zumindest bei den starken Fahrzeugen reicht die Ladeleistung aus, um wieder die nächsten 300 Kilometer zu bewältigen. Hierbei ist auf die zuvor genannten Fahrzeuge zu verweisen, die nach 30 Minuten Ladezeit für eine Strecke von 200 Kilometern aufgeladen werden. Um erneut 300 Kilometer zu bewältigen, darf die Pause daher nicht zu kurz ausfallen und muss entsprechend an das jeweilige Fahrzeug angepasst werden. Als Faustregel gilt hier, dass etwa alle 300 Kilometer eine etwas ausgedehntere Pause eingelegt werden muss. Bitte beachten Sie dafür jedoch stets die genauen Angaben der einzelnen Fahrzeuge, da es hier durchaus Unterschiede gibt.

Eignet sich ein Elektro-Fahrzeug nur für Kurzstrecken?

Nein, es gibt immer mehr Fahrzeuge, die Reichweiten von rund 300 Kilometern aufweisen. Eine Verlängerung der maximalen Reichweite in Zukunft ist ebenfalls denkbar. Durch den Ausbau von Schnellladestationen eignen sich Elektro-Autos immer mehr für längere Strecken. Regelmäßige Pausen zum Auftanken sind daher erforderlich.

Welche Kriterien liegen bei der Auswahl eines Fahrzeuges zugrunde?

Das wichtigste Kriterium ist eine Streckenanalyse. Wenn Sie wissen, ob Kurz- oder Langstrecken anfallen und in welchem Umfang, können Sie sich passend dazu entscheiden. Desto genauer die Anforderungen an den Fuhrpark bekannt sind, desto gezielter lässt sich eine Auswahl treffen.

Was ist beim Kauf von einem Elektro-Fahrzeug bezüglich der Ladezeiten zu beachten?

Die Herstellerangaben sind genau zu prüfen, da hier Unterschiede bei einzelnen Fahrzeugmodellen auftreten. Beachten Sie außerdem, dass in der Praxis deutlich geringere Reichweiten und längere Ladezeiten möglich sind. Die kurzen Ladezeiten beziehen sich sehr häufig auf einen Ladestand von 80%, obwohl Hersteller das auch ausdrücklich so ausweisen, ist das Nutzern oft nicht vollständig bewusst. Bei kalten Temperaturen verlängern sich die Ladezeiten.

Wie können Fahrzeuge schneller aufgeladen werden?

Soll ein Fahrzeug für Langstrecken geeignet sein, bietet sich die Schnellladefunktion an. Diese ermöglicht, dass ein Fahrzeug deutlich schneller aufladbar ist und damit zeitnah wieder zur Verfügung steht. Die Schnellladefunktion ist nicht immer im Lieferumfang enthalten. Vor einem Kauf ist dieser Punkt unbedingt zu prüfen, um die Funktion gegebenenfalls zeitnah mitzubestellen.

Fazit: Eine exakte Streckenanalyse sorgt für den passenden Elektro-Fuhrpark

Ihr Elektro-Fuhrpark soll mehr können als nur die Emissionen senken und zum Umweltschutz beitragen. Vielmehr geht es hier darum, auf die Bedürfnisse zugeschnittene Fahrzeuge zu nutzen. Entscheidend ist dabei, dass Sie eine Streckenanalyse genau wie eine Nutzeranalyse durchführen, um Ihren Bedarf zu erkennen. Vor der Auswahl von einem neuen Fahrzeug geht es daher um viel mehr als um Fördermöglichkeiten, die Optik oder den Kaufpreis. Da sich die Reichweite bei einzelnen Fahrzeugen, die für den Elektro-Fuhrpark in Frage kommen, stark unterscheidet, müssen Sie an dieser Stelle ansetzen. Desto besser Sie wissen, wann, wo und in welchem Umfang Fahrzeuge nötig sind, desto genauer können Sie auf diese Bedürfnisse reagieren. Nicht für alle Unternehmen kommen Fahrzeuge mit reinem Elektromotor in Frage. Und nicht immer ist ein Plug-In Hybridfahrzeug erforderlich.

Fest steht, dass eine möglichst genaue Analyse und ein Blick auf aktuelle Kilometerzahlen, Strecken und die Auslastung der Fahrzeuge entscheidend ist. Desto genauer und schneller Ihnen diese Zahlen zur Verfügung stehen, desto besser. Hilfreich ist dabei die digitale Form der Fuhrparkverwaltung. Die Avrios Fuhrparkmanagement Software unterstützt Sie digital, effizient und transparent dabei, eine optimale Verwaltung Ihrer Flotte zu erreichen. Dadurch finden Sie schnell heraus, ob und in welchem Ausmaß der Umstieg auf einen Elektro-Fuhrpark denkbar ist. Nutzen Sie daher im Idealfall eine exakte Streckenanalyse, betrachten Sie genau, was erforderlich ist und entscheiden Sie sich dann für Ihre beste Lösung in Sachen E-Mobilität und Nachhaltigkeit.

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