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E-Mobilität

E-Mobilität Ladestationen: Aktuelle Situation in Deutschland

Ohne Ladestationen keine E-Mobilität: die Ladeinfrastruktur ist entscheidend für mehr Nachhaltigkeit und für geringere Emissionen. Wir stellen die aktuelle Situation der Ladestationen in Deutschland mit allen geplanten Maßnahmen für den Ausbau vor.

Januar. 14, 2022

Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind zunehmend wichtiger im Alltag – das beinhaltet einen Blick auf E-Mobilität Ladestationen, ihre Anzahl und die gesamte Infrastruktur in Deutschland. Bekannt sind in Bezug auf die Umrüstung eher die Kaufprämien für neue Fahrzeuge und weniger die Möglichkeiten, die bei Ladestationen vorhanden sind. Die Infrastruktur soll im Jahr 2022 in Deutschland in jedem Fall weiter ausgebaut werden. Wir haben bereits über die E-Mobilität Zukunft berichtet und schauen uns jetzt die Situation der Ladestationen sowie die Förderungsmöglichkeiten und den geplanten Ausbau genauer an.

E-Mobilität Ladestationen und die Lage im Jahr 2022

Es ist deutlich geworden, dass die Bundesregierung in Deutschland das Thema E-Mobilität vorantreiben will. Das beinhaltet einerseits weiter verfügbare Förderungen für die Anschaffung von Elektroautos und andererseits den verstärkten Ausbau der Ladeinfrastruktur. Für das große Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2030 insgesamt 40 bis 42 Prozent weniger Emissionen als noch 1990 zu produzieren, sind weiterhin große Anpassungen erforderlich. Im Fokus steht dabei, mehr Elektroautos auf die Straßen zu bekommen. Für die E-Mobilität sind einerseits Kaufanreize für Privatpersonen genau wie für Unternehmen wichtig. Andererseits muss die Infrastruktur in Bezug auf Ladestationen stimmen. Eine recht geringe Reichweite der nachhaltigen Fahrzeuge in Kombination mit sehr wenigen Ladestationen führte bisher zu einer stockenden Steigerung der zugelassenen Elektro-Autos. Zwar sind auf den Straßen immer mehr Elektroautos zu finden, doch vor allem für längere Strecken sind diese durch die unzureichende Infrastruktur weniger interessant.

Seit 2016 fördert die Bundesregierung verstärkt den Ausbau von Ladestationen. Das zeigt sich in aktuellen Zahlen, denn im vierten Quartal 2021 lag die Anzahl der Ladestationen in Deutschland bereits bei 26.000. Im vorherigen Quartal lag die Anzahl den Statistiken zufolge noch bei etwa 21.400. Diese Zahlen beinhalten allerdings die Anzahl der Ladestationen mit allen Geschwindigkeiten. Es handelt sich daher nicht um einen Blick auf reine Schnellladestationen. Im Jahr 2022 sollen diese Zahlen zusätzlich erhöht werden. Vor allem das Netz an Schnellladestationen steht dabei im Fokus. Schließlich ist es für viele Nutzer von Elektroautos wenig interessant, wenn nach mehreren Stunden kaum ein Ladefortschritt erreicht wurde. Entsprechend bedeutsam ist eine Erweiterung der E-Mobilität Ladestationen an Tankstellen, Supermärkten und Einkaufszentren. Nur damit können Nutzer die Zeit bei einem Kaffee oder beim Einkaufen nutzen, um ihr Fahrzeug sichtbar aufzuladen. Daher besteht hier weiterhin Handlungsbedarf für eine deutliche Verbesserung.

Neue Ziele und Förderungen für die Ladeinfrastruktur

Die genannten Klimaziele erfordern, dass im Jahr 2030 rund 30 Millionen Elektro-Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind. Das Motto und Ziel der Bundesregierung lautet daher „Laden für alle, immer und überall„. Für eine geplante Anzahl von rund 30 Millionen Fahrzeugen ist die aktuelle Anzahl der Ladestationen nicht ausreichend. Daher besteht das Ziel in der Einrichtung von insgesamt 1 Million Ladepunkten bis zum Jahr 2030. Zunehmend fördert die Bundesregierung öffentlich zugängliche Ladepunkte. Das beinhaltet Tankstellen genau wie Supermärkte. Das Ziel ist, dass jede Tankstelle einen Ladepunkt beinhaltet, um auf Fahrer von Elektroautos ausgerichtet zu sein. Zunehmend soll es Gelder geben, die für private Zwecke sowie für die Unterstützung von Unternehmen zur Verfügung stehen. Dabei ist auf unterschiedliche Projekte zu achten, die in verschiedene Bereiche fließen. Auf diese Weise treibt die Bundesregierung den Ausbau der Ladepunkte besonders stark an.

Folgende Ziele und Förderungen sind besonders hervorzuheben:

  • Im Rahmen der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland stehen bis 2025 insgesamt 500 Millionen Euro für die Finanzierung und für das Vorantreiben des Projektes zur Verfügung. Diese Förderrichtlinie hat die EU-Kommission genehmigt.
  • Das Schnellladegesetz sieht vor, dass etwa 1.000 Schnelllade-Standorte zu suchen sind. Rund 2 Milliarden Euro stehen für die Errichtung von zusätzlichen Standorten und Stationen zur Verfügung. Ausschreibungen für die Standorte sowie für die damit zusammenhängende Finanzierung finden im Rahmen des Deutschlandnetzes statt.
  • Sämtliche Autobahnrastplätze sollen über Schnellladestationen verfügen. Genaue Zeitangaben für dieses Ziel sind noch nicht vorhanden.

Das Ziel, dass innerhalb von maximal 10 Fahrminuten eine Ladestation erreichbar sein sollte, wirkt aktuell noch recht hoch gegriffen. Doch hier zeigt sich schon, welche Möglichkeiten es geben soll und wo die Ziele gesetzt werden.

Der Bau von E-Mobilität Ladestationen: Wer profitiert besonders?

Aktuell profitieren vor allem Tankstellen, Supermärkte und weitere öffentlich zugängliche Punkte von den vorhandenen Förderungen. E-Mobilität Ladestationen werden entsprechend mitfinanziert und unterstützt. Jedoch sind die Fördermöglichkeiten nicht mit denen von dem Kauf eines Elektroautos zu vergleichen. Vor allem Privatpersonen haben daher aktuell eher einen geringen Vorteil beim Bau einer Ladestation. Die Förderung von 900 Euro ist möglich, jedoch rechnet sich die Errichtung der Ladestationen aufgrund der vorhandenen Kosten dennoch nicht in jedem Fall. Hier ist es deutlich attraktiver für Unternehmen, sich um eine Förderung zu bewerben. Eine größere Flotte an Elektroautos benötigt Ladestationen auf dem eigenen Firmengelände, um beim Aufladen der Fahrzeuge nicht immer von anderen Stellen abhängig zu sein.

Für Privatpersonen ist die Einrichtung einer Ladestation weiterhin sehr kostspielig. Das Aufladen über eine klassische Steckdose ist aber mit hohem Zeitaufwand verbunden. Das bedeutet für viele Privatpersonen eine Zwickmühle, da die gewünschte Umstellung auf ein Elektroauto schwierig ist. Umso attraktiver ist daher eine Ladestation bei der Arbeitsstelle. Die Arbeitszeit ist mehr als ausreichend, um das Fahrzeug aufzuladen. Zusätzlich ist eine Ersparnis vorhanden, da für das Aufladen keine Steuer zu zahlen ist. Anders als beim Benzin, welches vom Arbeitgeber bezahlt wird, sieht der Gesetzgeber das Aufladen nicht als geldwerten Vorteil an. Für einen Dienstwagen müssen daher keine Steuern beim Aufladen am Arbeitsplatz bezahlt werden. Anders sieht es bei privaten Fahrzeugen aus.

Es ist aber durchaus zu erwarten, dass neben öffentlichen Förderungen in Zukunft neben aktuell bestehenden noch weitere Förderungen für Privathaushalte möglich sind. Da das Ziel im Ausbau der E-Mobilität Ladestationen besteht, sind weitere Förderungsmöglichkeiten in jedem Fall denkbar.

Förderungen für Unternehmen: Unterstützung bei der Einrichtung von Ladestationen

Für Unternehmen entstehen neue Förderungsmöglichkeiten für die Einrichtung von E-Mobilität Ladestationen. Es hat sich herausgestellt, dass aktuell etwa 2 Drittel der neu zugelassenen Elektrofahrzeuge Dienstfahrzeuge sind. Zusätzlich findet das Aufladen der Fahrzeuge zu einem sehr großen Teil in Privathaushalten sowie in Unternehmen statt. Einerseits, weil die Fahrzeuge dort geparkt sind. Andererseits sicherlich aufgrund von fehlenden Lösungen für unterwegs. Ein Blick auf die starke Umrüstung vieler Unternehmen hin in Richtung zu mehr Nachhaltigkeit und zu alternativen Antriebsformen ist es wichtig, spezielle Förderungen zu schaffen. Das hat die Bundesregierung genauso erkannt. Aus diesem Grund gibt es spezielle Fördermöglichkeiten für gewerblich genutzte Ladestationen. Schließlich machen alle Flotten der Unternehmen zusammengenommen einen großen Teil der vorhandenen Fahrzeuge auf den Straßen aus. Das führt dazu, dass Förderungen für die gewerbliche Nutzung bereits einen wichtigen Teil zu den Zielen in Sachen E-Mobilität beitragen.

Maximal 900 Euro beträgt die Förderung pro Ladepunkt. Dabei werden Ladepunkte gefördert, die eine Ladeleistung von maximal 22 Kilowatt aufweisen. Es werden ausschließlich Ladepunkte gefördert, die den Mitarbeitern zugänglich sind. Auf dem Firmengelände eingerichtete E-Mobilität Ladestationen sind zudem förderfähig. Das ist der Fall, wenn alle Bedingungen für eine Förderung erfüllt sind. Wie bei allen Förderungsmöglichkeiten ist individuell zu prüfen, ob ein Antrag genehmigt wird. Es gibt zwar keine Garantie für die Förderung, doch für Unternehmen besteht somit die Chance auf eine Unterstützung bei der Einrichtung von Ladepunkten. Dadurch lassen sich selbst gesetzte Nachhaltigkeitsziele besser umsetzen. Bei einem Fuhrpark mit elektrisch betriebenen Fahrzeugen macht die Einrichtung von eigenen Ladestationen zudem sicherlich Sinn.

FAQ E-Mobilität Ladestationen

Wie viele Ladepunkte gibt es Anfang 2022?

Anfang 2022 sind offiziellen Zahlen zufolge etwa 26.000 Ladestationen vorhanden.

Wie viele Ladestationen soll es bis 2030 geben?

Laut Zielen der Bundesregierung sind 1 Million Ladepunkte geplant. Zahlreiche Förderungen stehen zum Erreichen dieses Zieles zur Verfügung.

Welche Stationen werden besonders gefördert?

Der Fokus liegt klar auf öffentlich zugänglichen Ladestationen. Das bedeutet vor allem Finanzierungsmöglichkeiten für Tankstellen, Einkaufszentren und Supermärkte. Es gibt zahlreiche Projekte insgesamt, sodass eine Förderung für die gewerbliche und private Nutzung ebenfalls möglich ist.

Wie behandelt der Gesetzgeber das Aufladen von Fahrzeugen am Arbeitsplatz?

Bis 2030 fallen keine Steuern an, da der Gesetzgeber die Nutzung von Elektro-Fahrzeugen fördern will. Beim Aufladen der Fahrzeuge am Arbeitsplatz müssen Fahrer dafür keine Steuern bezahlen, ganz im Gegensatz zum Tanken von klassischen Fahrzeugen. Die steuerlichen Vorteile sorgen daher zusätzlich dafür, dass es im Rahmen eines Dienstwagens noch attraktiver ist, diesen mit Elektromotor zu nutzen.

Welche Möglichkeiten haben Unternehmen für die Errichtung von Ladestationen?

Neue Förderungen für gewerbliche Ladestationen sehen eine Unterstützung vor. 900 Euro beträgt die Förderung bei Ladepunkten auf dem Firmengelände, die den Mitarbeitern zugänglich sind.

Gibt es Förderungen für private Haushalte?

Ja, genau wie für Unternehmen und öffentliche Plätze gibt es spezielle Förderungen für private Haushalte. Die Förderung beträgt 900 Euro pro Ladepunkt und ist nicht mit anderen Förderungen kombinierbar. Neben Mietern können Wohneigentümer die Förderung beantragen, bei der stets alle Bedingungen zu beachten sind. Ein Antrag ist erforderlich, der zu genehmigen ist.

Fazit: Ausbau der E-Mobilität Ladestationen schreitet voran

Der zunehmende Ausbau der Infrastruktur bei den E-Mobilität Ladestationen sorgt dafür, dass Fahrzeuge mit alternativem Antrieb zunehmend interessant sind. Das gilt für Privatpersonen genau wie für Unternehmen. Dadurch gibt es immer mehr Gründe, Elektromobilität im Fuhrpark einzuführen. Die Umrüstung ist schließlich nur dann möglich, wenn die erforderliche Infrastruktur vorhanden ist. Dabei ist jedoch anzumerken, dass der Ausbau der Infrastruktur zwar deutlich voranschreitet, Unternehmen hier jedoch genau wie Privatpersonen keine hohen Förderungen erwarten können. Dafür unterstützt der Ausbau der E-Mobilität Ladestationen an öffentlichen Punkten dabei, dass der Einsatz von Elektroautos alltagstauglicher ist.

Mit dem Ausbau der E-Mobilität Ladestationen und einem verstärkten Blick auf die Entwicklung im Jahr 2022 in Deutschland macht ein Umrüsten zunehmend Sinn. Dafür ist eine zentrale Verwaltung aller Fahrzeuge optimal. Sie haben eine bessere Übersicht über Ihre Kosten, können diese zuordnen und mit den Ausgaben für Fahrzeuge mit herkömmlichem Antrieb vergleichen. Unsere intelligente Fuhrparkmanagement Software unterstützt Sie bei der Umstellung genau wie beim Erreichen Ihrer Nachhaltigkeitsziele. Richten Sie sich Ihren kostenlosen Account in unserer Software ein und verwalten Sie alle Fahrzeuge effizient, modern und mit Blick auf Umweltschutz und sinkende Emissionen.

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