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Corporate Sustainability Reporting Directive: Bedeutung für die Flotte

Mit der Corporate Sustainability Reporting Directive wird mehr Nachhaltigkeit für betroffene Unternehmen ab 2024 regelrecht zur Pflicht. Erfahren Sie jetzt, wie die neue Form der Berichterstattung aussieht und welche Auswirkungen auf Unternehmen mit eigener Flotte zu erwarten sind.

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March 13, 2024
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In diesem Artikel erfahren Sie:

1. Welche Unternehmen zur Berichterstattung verpflichtet sind: Diese Unternehmen müssen sich jetzt mit der Corporate Sustainability Reporting Directive befassen.

2. Änderungen rund um die Berichterstattung seit 2024: Alle wichtigen Änderungen in Bezug auf die Corporate Sustainability Reporting Directive seit 2024.

3. Die Zukunft der Nachhaltigkeit: Wie sich die neue Richtlinie auf den Fuhrpark auswirkt.

Die Bedingungen rund um die Berichterstattung in Bezug auf die Nachhaltigkeit werden für Unternehmen mit der Corporate Sustainability Reporting Directive strenger. Die neue Nachhaltigkeitsberichterstattung seit 2024 bedeutet Änderungen für betroffene Unternehmen. Gerade mittelgroße und größere Unternehmen mit einer eigenen Flotte sollten sich die Bedingungen und Regeln der Berichterstattung genauer ansehen. Eine Missachtung der Corporate Sustainability Reporting Directive ist nicht möglich, jedoch bietet es sich im Zusammenhang an, schon jetzt über Änderungen in Bezug auf die Nachhaltigkeit der Flotte nachzudenken.

Was ist die Corporate Sustainability Reporting Directive?

Unter der etwas sperrigen Bezeichnung Corporate Sustainability Reporting Directive (CSR) verbirgt sich eine erweiterte Nachhaltigkeitsberichterstattung für Unternehmen. Vor allem die Belegpflicht für CO2 Emissionen ist in diesem Zusammenhang zu beachten. Für Unternehmen ändert sich mit der neuen Form der Berichterstattung die Art und der Umfang von dieser, sobald es um das Thema Nachhaltigkeit geht. Geplant war die Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive seit dem 1. Januar 2024. Eine schrittweise Umsetzung ist dabei geplant, bei der jedes Jahr weitere Unternehmen der Berichterstattung nachkommen müssen. Es bleibt abzuwarten, ob die aktuell ausgearbeiteten Richtlinien und Details in den kommenden Jahren exakt so in die Praxis umgesetzt werden.

Folgende Details gelten bei der Berichterstattung:

  • Bericht erfolgt im Lagebericht des Geschäftsberichts
  • Erweiterter Umfang der Berichterstattung insgesamt
  • Betrifft Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern und einem Umsatz von mehr als 40 Millionen Euro (Bilanzsumme mehr als 20 Millionen Euro)
  • Betrifft kleine und mittlere Unternehmen wenn 2 der 3 folgenden Merkmale erfüllt sind:
  • Bilanzsumme von mehr als 20 Millionen Euro
  • Über 700.000 Nettoumsatzerlöse
  • Mehr als 10 Beschäftigte

War es bisher nur erforderlich, die Meldepflichten in Bezug auf Umweltschutz, soziale Verantwortung, Korruption und Diversität in Vorständen einzuhalten, fallen diese Pflichten jetzt umfangreicher aus. In Zukunft sollen im Rahmen der Corporate Sustainability Reporting Directive Meldepflichten bei Nachhaltigkeitszielen, bei der Beschreibung der wichtigsten Risiken, bei Unternehmensrichtlinien sowie beim Geschäftsmodell und der Strategie erfolgen. Das bedeutet, dass die Meldepflichten umfangreicher ausfallen und es in Zukunft verpflichtend ist, Nachhaltigkeitsziele zu entwickeln. Nur dann lässt sich eine Verbesserung der aktuellen CO2 Emissionen sowie der gesamten Situation im Unternehmen erzielen. Auffallend ist darüber hinaus, dass jetzt deutlich kleinere Unternehmen als bisher zu der Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet sind. Kleinunternehmen müssen sich mit dem Thema weiterhin nicht beschäftigen.

Corporate Sustainability Reporting Directive CO2 Emissionen
Corporate Sustainability Reporting Directive: CO2 Emissionen einer Fabrik

Aktuelle Richtlinien rund um die CSRD

Seit 2018 galt die bisherige Form der Berichterstattung, die seit dem 1. Januar 2024 von der Corporate Sustainability Reporting Directive ersetzt oder stark ergänzt wurde. Damit war bisher bereits für viele Unternehmen eine Berichtserstattung verpflichtend, es handelt sich nicht um eine neuartige Vorgabe. Allerdings betraf die vorherige Berichterstattung vor allem größere Unternehmen und bezog sich im Allgemeinen auf den Umweltschutz sowie auf die soziale Verantwortung und auf die Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Unternehmen müssen von ihrem Konzept in den verschiedenen Bereichen berichten und angeben, falls kein Konzept vorhanden ist. Den Meldepflichten können betroffene Unternehmen derzeit noch im Jahresbericht nachkommen. Eine separate Meldung ist dabei möglich.

Folgende Unternehmen waren von der vorherigen Berichterstattung betroffen:

  • Große Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern
  • Firmen, Banken, Versicherungen (gelistete Unternehmen)

Die EU-Richtlinie 2014/95/EU bezieht sich damit nur auf große Unternehmen und betraf vorher kleine oder mittelgroße Unternehmen nicht. Die Berichterstattung ist nicht an bestimmte Umsätze oder Zahlen der Bilanz gekoppelt. Zusätzlich geht es in der Richtlinie zwar ebenfalls um Umweltschutz, jedoch weniger um Nachhaltigkeitsziele oder um konkrete Maßnahmen, die für eine Verbesserung der CO2 Emissionen an sich ergriffen werden. In Kraft getreten ist die Richtlinie im Dezember 2014 in allen EU-Mitgliedsstaaten. Dabei ist zu beachten, dass Unternehmen erstmalig im Jahr 2018 rückwirkend für 2017 den entsprechenden Bericht vorlegen mussten.

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Ziele der Corporate Sustainability Reporting Directive

Wichtigstes Ziel ist die Einführung von verpflichtenden Berichtsstandards, die nicht nur in einzelnen Ländern wie in Deutschland, sondern vielmehr in der gesamten EU gelten sollen. Zusätzlich soll die Rechenschaftspflicht der betroffenen Unternehmen bezüglich der Nachhaltigkeitsaspekte erhöht werden. Es handelt sich beim Thema Nachhaltigkeit um einen wichtigen Aspekt, von dem zahlreiche Unternehmen betroffen sind. Daher gehört es mit zu den Zielen der neuen Richtlinie, dass selbst mittelgroße und kleinere Unternehmen der Berichterstattung unterliegen, anstatt wie bisher nur große Unternehmen anzusprechen. Die Berichterstattung soll in Zukunft extern geprüft werden, ähnlich wie es bei der Finanzberichtserstattung der Fall ist. Ein geplantes einheitliches elektronisches Berichtsformat vereinfacht die Berichterstattung insgesamt und führt die Bedeutung der neuen Berichte vor Augen.

Ziel der CSR ist dabei unter anderem, Unternehmen zum Umdenken zu bewegen und mehr Nachhaltigkeit in den Firmenalltag einzubringen. Ein gedankenloser Umgang mit der Höhe der CO2 Emissionen ist ohnehin durch zahlreiche entsprechende Regeln und Gesetze nicht mehr möglich. (Stichwort: CO2 Steuer 2024)

Eine Tatsache, die in Zukunft noch verschärft wird. Sämtliche von der neuen Form der Nachhaltigkeitsberichterstattung betroffenen Unternehmen profitieren davon, wenn bereits im Jahr 2023 neue Lösungen in Bezug auf die Nachhaltigkeit gefunden werden. Die hoch gesteckten Klimaziele der Regierung lassen sich nur durch die starke Unterstützung der Unternehmen erreichen. Eine langfristige, nachhaltigere Denkweise ist entscheidend, um Klimaziele der Regierung genau wie eigene Ziele der einzelnen Unternehmen zu erreichen.

Corporate Sustainability Reporting Directive Unternehmen
Corporate Sustainability Reporting Directive: Bedeutung für Unternehmen

Die geplante Entwicklung der CSR in den kommenden Jahren

Für die kommenden Jahre sind im Rahmen der CSR verschiedene Ziele in Bezug auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung und auf betroffene Unternehmen geplant.

Die folgenden Änderungen betreffen jeweils Unternehmen mit dem Beginn des jeweiligen genannten Geschäftsjahres: 

  • Seit 1.1.2024: Unternehmen von öffentlichem Interesse, die mehr als 500 Mitarbeiter haben, müssen den Bericht erstellen.
  • Ab 1.1.2025: Sämtliche weiteren Unternehmen, die im bilanzrechtlichen Sinne als groß angesehen werden.
  • Ab 1.1.2026: Kapitalmarktorientierte KMU, die jedoch einen Aufschub bis zum Jahr 2028 einreichen können.

Die vorherige Darstellung zeigt, welche Veränderungen in der Zukunft zu erwarten sind. Immer mehr Unternehmen müssen die Berichterstattung vornehmen, um für mehr Nachhaltigkeit zu sorgen. Änderungen bei den zukünftigen Fristen und bei betroffenen Unternehmen sind noch möglich, die eingeschlagene Richtung in Bezug auf die geplanten Vorgaben wird jedoch deutlich.

Bedeutung der CSR für die Unternehmensflotte

Falls das Unternehmen aufgrund der Merkmale, der Größe und des Umsatzes die Corporate Sustainability Reporting Directive, kurz CSR, erfüllen muss, ergeben sich daraus nicht zu unterschätzende Folgen für die Flotte. Nachhaltigkeitsziele können und sollten Unternehmen mit eigener Flotte sich setzen, es gibt jedoch keine Verpflichtung dazu. In Zukunft jedoch wird der Punkt Nachhaltigkeit immer weiter hervorgehoben, sodass es sich für größere Unternehmen schon bald nicht mehr um eine reine Option handelt. Mit dem Hintergrund, dass Verbrennerfahrzeuge nach und nach abgeschafft werden und schädliche CO2 Emissionen mit höheren Kosten verbunden sind, lohnt sich der Umstieg auf nachhaltige Lösungen in der Flotte. Nachhaltigkeitsziele als Unternehmen zu setzen, intensiv zu verfolgen und die Erfüllung zu beobachten, gehört dann zum Unternehmensalltag dazu. Schließlich sind einzelne Ziele und Maßnahmen in Zukunft genauer zu berichten, wodurch Unternehmen nicht mehr den einfachen Weg ohne mehr Nachhaltigkeit in der Flotte gehen können.

Alternative Antriebe wie ein Elektroauto sind dabei besonders gefragt und kommen für immer mehr Unternehmen in Frage. Ein Imagegewinn ist dabei genauso zu erwarten wie ein langfristiger Kostenvorteil. Das gilt besonders für Unternehmen, die eine eigene Ladeinfrastruktur aufbauen und sich für Alternativen im Rahmen der Mobilität interessieren. In jedem Fall spielt das Thema Nachhaltigkeit in der Unternehmensflotte mit neuen Richtlinien wie der Corporate Sustainability Reporting Directive eine noch größere Rolle. Es lohnt sich daher spätestens ab dem Jahr 2024 den Fokus auf Veränderungen zu setzen, neue Strategien zu erarbeiten und zu prüfen, welche Möglichkeiten bestehen. Die technischen Voraussetzungen für zukünftige Nachhaltigkeitsberichte, beispielsweise mit einem Umweltdashboard in der Fuhrparkmanagement-Software, sind im Idealfall ebenfalls frühzeitig zu schaffen, um Schwierigkeiten bei der Umsetzung zu verhindern.

Corporate Sustainability Reporting Directive Unternehmensziele
Corporate Sustainability Reporting Directive: Unternehmensziele festlegen

Unterstützung der Avrios Software für mehr Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit wird mit neuen Vorgaben immer wichtiger für die Flotte. Es spielt bei der Mobilität der Zukunft eine große Rolle, auf Nachhaltigkeit zu setzen und Details wie CO2 Emissionen im Blick zu behalten. Die Avrios Fuhrparksoftware unterstützt durch das Umweltdashboard bei dieser wichtigen Aufgabe. Wesentliche Werte werden im Blick behalten und es fällt Fuhrparkleitern so leichter, immer die wichtigen Veränderungen zu kontrollieren.

Zusätzlich unterstützt die Avrios Software beim Kostenmanagement und bei der Beschaffung von neuen Fahrzeugen, wenn verstärkt auf E-Mobilität gesetzt werden soll. Reportings und die Verfolgung von Trends fallen leichter und sind im modernen Flottenmanagement mit wenigen Klicks zu realisieren. Auf diese Weise lassen sich neue Vorgaben wie die Corporate Sustainability Reporting Directive deutlich einfacher umsetzen als es ohne die Unterstützung einer intelligenten Fuhrparksoftware der Fall wäre.

Fazit: Corporate Sustainability Reporting Directive in der Flotte beachten

Die seit 2024 umgesetzte Corporate Sustainability Reporting Directive zeigt nur, dass die allgemeine Entwicklung von Flotten und Mobilität in Richtung der größeren Nachhaltigkeit gehen muss. Neben der Berichterstattung und dem Fokus auf geringere CO2 Emissionen ist in diesem Zusammenhang das Aus der Fahrzeuge mit Verbrennermotor ab 2035 nicht zu unterschätzen. In unserem E-Book zum Thema "E-Mobilität im Fuhrpark" erhalten Sie weitere Informationen für eine möglichst effiziente Umstellung auf nachhaltigere Antriebe. Zusätzlich ist eine genaue, digitale Berichterstattung in Bezug auf die Flotte, Nachhaltigkeitsziele und Umweltdaten im Allgemeinen besonders wichtig für die Erfüllung der neuen Richtlinien. Wir von Avrios bieten mit unserer intelligenten Fuhrparkmanagement-Software die Möglichkeit, mit einem Klick relevante Zahlen aufzurufen und Berichte vereinfacht zu erstellen. Erstellen Sie sich jetzt Ihren kostenlosen Account und prüfen Sie, welche Möglichkeiten digitales Fuhrparkmanagement für Ihre Flotte bietet.  

CO2 Reporting von Avrios
CO2 Reporting mit Avrios

Häufige Fragen zur Corporate Sustainability Reporting Directive

1. Wer ist zur Berichterstattung nach der Corporate Sustainability Reporting Directive verpflichtet?

Ausgenommen sind letztendlich nur Kleinstunternehmen, da im Laufe der kommenden Jahre immer mehr Unternehmen im Sinne der Corporate Sustainability Reporting Directive einen Bericht abgeben müssen. Betroffen sind Kapital- und Personengesellschaften in der EU. Diese sind entweder im bilanzrechtlichen Sinn große Unternehmen oder kleine und mittlere Unternehmen, die jedoch Kapitalmarktorientiert sind. Außerdem müssen Unternehmen aus Drittstaaten mit mehr als 150 Millionen Umsatz in der EU oder mit Tochterunternehmen in der EU der Berichterstattung nachkommen. Seit Anfang 2024 gibt es somit nur noch wenige Ausnahmen von Unternehmen, die langfristig nicht der Berichterstattung nachkommen müssen.

2. Handelt es sich bei der Corporate Sustainability Reporting Directive um eine freiwillige Maßnahme? 

Nein, die nach der Corporate Sustainability Reporting Directive zur Berichterstattung verpflichteten Unternehmen nehmen nicht freiwillig an dieser Maßnahme teil. Alle Unternehmen, die von der Größe und ihrer Bilanzsumme her den Bericht abliefern müssen, sind dazu auch verpflichtet. In den kommenden Jahren erweitert sich der Kreis der zur Berichterstattung verpflichteten Unternehmen immer mehr.

3. Welche Ziele verfolgt die Corporate Sustainability Reporting Directive?

Das Ziel der Corporate Sustainability Reporting Directive ist es, verbindliche Standards bei der Berichterstattung in der gesamten EU einzuführen. Die Nachhaltigkeit wird auf diese Weise mehr in den Fokus gerückt und die Unternehmen müssen Rechenschaft ablegen, welche Maßnahmen in Bezug auf die Nachhaltigkeit ergriffen werden. 

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