Elektroauto Förderungen 2026

Während Deutschland auf steuerliche Vorteile für Dienstwagen, Unternehmen und Flotten setzt, gibt es weiterhin keine Kaufprämien für Privatpersonen. Österreich verzichtet ebenfalls auf neue E-Auto-Kaufzuschüsse, investiert dafür aber massiv in Ladeinfrastruktur sowie E-Busse und E-Lkw. Für Unternehmen eröffnen sich dadurch attraktive Fördermöglichkeiten, während private Käufer:innen weniger direkt profitieren. 2026 steht damit ganz im Zeichen langfristiger Rahmenbedingungen statt kurzfristiger Kaufanreize.
November 14, 2025
#
Minuten
Dashboard-Modell

Elektroauto Förderung 2026 – Deutschland und Österreich im Überblick

Elektroautos sind längst nicht mehr nur eine Nische für Technikbegeisterte, sondern ein fester Bestandteil des Alltags. Sie überlegen, ob sich 2026 ein Elektroauto lohnt – privat, als Dienstwagen oder gleich für die ganze Flotte? Dann stellen Sie sich vermutlich dieselbe Frage wie viele andere: Welche Elektroauto Förderungen gibt es 2026 in Deutschland und Österreich?

Die Antwort ist komplex, denn beide Länder setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Während Deutschland vor allem steuerliche Vorteile und Vergünstigungen bei Dienstwagen beibehält, setzt Österreich auf Infrastrukturprogramme – verzichtet dabei allerdings auf neue Kaufprämien für Privatpersonen. In diesem Artikel erfahren Sie, was sich 2026 verändert, was bleibt und wo sich Chancen ergeben.

Elektroauto Förderung 2026 in Deutschland

2026 gibt es in Deutschland keine direkte Kaufprämie mehr für Elektroautos. Die bekannte Umweltprämie wurde bereits 2023 gestrichen. Doch damit endet die Unterstützung nicht – sie verschiebt sich. Die Schwerpunkte liegen inzwischen klar auf optimierten Rahmenbedingungen für Unternehmen und Dienstwagen sowie steuerlichen Vorteilen.

„Mit einem Investitions-Booster für E-Mobilität bei Unternehmen werden betrieblich genutzte Elektrofahrzeuge gefördert. Das Gesetz ermöglicht die beschleunigte Abschreibung von 75 Prozent der Anschaffungskosten für Elektrofahrzeuge bereits im Investitionsjahr. Die Regelung gilt für E-Autos, die nach dem 30. Juni 202 und vor dem 1. Januar 2028 neu angeschafft werden. Zudem hebt das Gesetz die Bruttolistenpreisgrenze für die besondere steuerliche Förderung elektrischer Dienstwagen von 70.000 Euro auf 100.000 Euro an.“

Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/wachstumsbooster-2351752

Ein zentraler Punkt bleibt also die Dienstwagenbesteuerung. Wer ein Elektroauto als Firmenwagen fährt, profitiert weiterhin von reduzierten Steuersätzen. Für reine Elektrofahrzeuge bis zu einem Bruttolistenpreis von 100.000 € gilt die 0,25 %-Regelung, darüber die 0,5 %-Regel. Für Unternehmen ist das ein erheblicher Anreiz, E-Autos in ihre Flotten zu integrieren, da monatlich deutlich weniger versteuert werden muss als bei klassischen Verbrennern.

Auch bei der Kfz-Steuer gibt es Vorteile. Fahrzeuge, die bis Ende 2025 zugelassen werden, bleiben für bis zu zehn Jahre befreit, jedoch höchstens bis Ende 2030. Damit können sich frühe Umsteiger:innen weiterhin über deutliche Einsparungen freuen. Ob diese Steuerbefreiung verlängert wird, ist Stand Herbst 2025 noch nicht final entschieden – die politische Diskussion dazu läuft.

Zusätzlich interessant für Betriebe: Elektroautos können schneller abgeschrieben werden, sofern sie gekauft und nicht geleast sind. Gerade bei großen Flotten kann dies die Gesamtbilanz verbessern. Ergänzt wird dies durch Förderungen für Ladeinfrastruktur. Frühere Programme für private Wallboxen sind derzeit ausgelaufen. Aktuell konzentrieren sich Förderungen auf Ladepunkte in Unternehmen und im öffentlichen Raum. Hier sind, je nach Programm, Beträge von bis zu 900 Euro pro Ladepunkt möglich.

Kurz gesagt: 2026 geht es in Deutschland weniger um den schnellen Privatkauf und mehr um steuerliche Vorteile und Infrastrukturförderungen. Wer einen Firmenwagen fährt oder über eine größere Flotte entscheidet, profitiert am stärksten.

Überblick: E-Auto Förderung 2026 in Deutschland

Aktueller Stand (Herbst 2025)

  • Dienstwagenbesteuerung: Reine Elektro-Dienstwagen bis zu einem Bruttolistenpreis von 60.000 € werden weiterhin nur mit 0,25 % des Listenpreises monatlich versteuert. Teurere Modelle (bis 100.000 €) profitieren immerhin von der 0,5 %-Regelung.
  • Kfz-Steuerbefreiung: Elektrofahrzeuge, die bis Ende 2025 erstmals zugelassen werden, bleiben bis zu zehn Jahre steuerbefreit, jedoch höchstens bis Ende 2030.
  • Abschreibungsvorteile: Unternehmen können vollelektrische Fahrzeuge weiterhin schneller abschreiben, sofern sie gekauft und nicht geleast werden.
  • Ladeinfrastruktur: Förderungen für Ladepunkte am Arbeitsplatz und im öffentlichen Raum bleiben bestehen, häufig mit Zuschüssen von bis zu 900 € pro Ladepunkt.

Was verändert sich zu 2025?

  • Fokus liegt stärker auf steuerlichen Instrumenten, direkte Kaufprämien entfallen endgültig

Was bleibt bestehen?

  • Steuerliche Vorteile bei Dienstwagen
  • Kfz-Steuerbefreiung (zumindest für Bestandsfahrzeuge)
  • Förderungen für Ladeinfrastruktur

Elektroauto Förderung 2026 in Österreich

Österreich setzt ab 2026 andere Prioritäten. Eine neue Kaufprämie für private E-Autos wird es nicht geben: Die Mittel sind aufgebraucht, eine Neuauflage nicht geplant. Stattdessen investiert die Regierung in andere Bereiche der Elektromobilität:

Im Mittelpunkt steht das Programm eMove Austria, für das in den Jahren 2025 und 2026 rund 480 Millionen Euro bereitgestellt werden. Das Programm gliedert sich in verschiedene Module. Unter eBus und eTruck werden vor allem Nutzfahrzeuge gefördert. Unternehmen, die auf elektrische Busse oder Lkw umsteigen, können Zuschüsse von bis zu 60 Prozent der Anschaffungskosten erhalten. Das macht diese Förderung gerade für Betriebe interessant, die ihre Flotten auf klimafreundlichere Antriebe umstellen wollen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Ladeinfrastruktur. Für den Ausbau öffentlicher Ladepunkte übernimmt der Staat bis zu 60 Prozent der Kosten. Auch für private Ladeinfrastruktur ist wieder Unterstützung angekündigt, konkrete Details liegen allerdings noch nicht vor. Kleinere Elektrofahrzeuge wie E-Mopeds bleiben ebenfalls förderfähig und werden weiterhin unterstützt.

Gleichzeitig gibt es neue Rahmenbedingungen, die für Diskussionen sorgen: Seit April 2025 müssen auch Elektroautos die motorbezogene Versicherungssteuer zahlen. Diese berechnet sich nach Gewicht und Leistung. Paradox dabei: Unter Umständen kann ein E-Auto damit sogar teurer besteuert werden als ein Verbrenner. Das zeigt, dass nicht jede Maßnahme automatisch entlastend wirkt.

Unterm Strich verschiebt sich der Fokus in Österreich klar auf Infrastruktur und gewerbliche Nutzung. Privatpersonen profitieren weniger direkt, während Unternehmen und Flottenbetreiber in den kommenden Jahren von den Zuschüssen profitieren können.

Überblick: E-Auto Förderung 2026 in Österreich

Aktueller Stand (Herbst 2025)

Österreich geht einen etwas anderen Weg: Keine neuen Kaufprämien für Privat-PKW. Das Budget konzentriert sich auf Infrastruktur und Nutzfahrzeuge.

  • eMove Austria Programm: Insgesamt rund 480 Millionen Euro für 2025 und 2026. Enthält Module wie eCharge (Ladeinfrastruktur), eBus, eTruck und eRide.
  • Förderungen für E-Busse und E-LKW: Bis zu 60 % der Anschaffungskosten werden übernommen. Besonders interessant für Flottenbetreiber.
  • Öffentliche Ladeinfrastruktur: Bis zu 60 % Kostenübernahme für neue Ladesäulen.
  • Private Ladeinfrastruktur: Angekündigt, aber Details noch unklar.
  • Kleinere Fahrzeuge: E-Mopeds und ähnliche Kategorien bleiben förderfähig.
  • Motorbezogene Versicherungssteuer: Seit April 2025 auch für Elektroautos fällig, abhängig von Gewicht und Leistung. Teilweise können E-Autos dadurch sogar teurer besteuert werden als Verbrenner.

Was verändert sich zu 2025?

  • Wegfall der Kaufprämien für private E-PKW
  • Neue Belastung durch die motorbezogene Versicherungssteuer
  • Stärkere Ausrichtung auf Infrastruktur und Nutzfahrzeuge

Was bleibt bestehen?

  • Förderung für Ladeinfrastruktur
  • Unterstützung für E-Busse und E-LKW
  • Fokus auf Fuhrparks und Unternehmen statt Privatkäufe

2026: Das Jahr der E-Auto Förderung?

2026 wird für die Elektromobilität ein Jahr der Konsolidierung. In Deutschland stehen steuerliche Vorteile für Dienstwagen und Unternehmen im Vordergrund, während Österreich mit „eMove Austria“ massiv in Infrastruktur und Nutzfahrzeuge investiert – private Kaufprämien aber streicht.

Für Flottenmanager:innen bedeutet das: Der Blick sollte weniger auf kurzfristige Kaufzuschüsse gerichtet sein, sondern auf die langfristigen Rahmenbedingungen. Steuerliche Vorteile, Ladeinfrastruktur und klare Förderprogramme für Nutzfahrzeuge sind die Faktoren, die in den kommenden Jahren den Ausschlag geben.

FAQs zu Elektroauto Förderung 2026

Welche Elektroauto Förderungen gibt es?

In Deutschland steuerliche Vorteile bei Dienstwagen, Kfz-Steuerbefreiung und Ladeinfrastrukturförderungen. In Österreich vor allem Zuschüsse für Ladepunkte, E-Busse und E-Lkw.

Werden Leasing-Elektroautos gefördert?

In Deutschland gilt: Die steuerlichen Vorteile bei der Dienstwagenregelung greifen unabhängig davon, ob das Fahrzeug gekauft oder geleast wird. Allerdings gibt es keine direkte Leasing-Förderung mehr. In Österreich betrifft die Förderung vor allem gekaufte Nutzfahrzeuge.

Wie hoch sind die Förderbeträge 2026?

Deutschland: keine Kaufprämien mehr, steuerliche Vorteile abhängig vom Fahrzeugwert (0,25 %- oder 0,5 %-Regelung). Österreich: bis zu 60 % Zuschuss bei Bussen, LKW und Ladeinfrastruktur.

Gibt es Förderungen für E-Gebrauchtwagen?

Weder in Deutschland noch in Österreich gibt es noch spezielle Programme für gebrauchte E-Autos.

Welche steuerlichen Vorteile gibt es für Unternehmen?

Deutschland: reduzierte Dienstwagenbesteuerung, Kfz-Steuerbefreiung, Sonderabschreibungen. Österreich: keine Kaufprämien, aber steuerliche Vorteile können sich indirekt durch Investitionen in Infrastruktur oder Fuhrparks ergeben.

Worte von: