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Die UVV Prüfung von Pkw: So geht’s

Die UVV Prüfung gehört zu den wichtigen Aufgaben im Fuhrparkmanagement und ist regelmäßig durchzuführen. Was die UVV Prüfung tatsächlich ist und worauf Fuhrparkleiter achten müssen, erfahren Sie hier.

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May 5, 2023
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Im Rahmen der Halterhaftung ist die UVV Prüfung der Pkw im Fuhrpark eine wichtige Aufgabe des Fuhrparkleiters. Bei nicht erfolgter Fahrzeug-UVV drohen den Fahrzeughaltern Geldbußen und Verlust des Versicherungsschutzes. Deshalb sollten Fuhrparkleiter sich überlegen, wie sie die Kontrollen möglichst effizient abwickeln können. In diesem Artikel erfahren Sie, worauf Sie bei der UVV Prüfung der Firmenwagen achten müssen und wie Sie diese rechtssicher durchführen.

Was Sie in diesem Artikel erfahren

  1. Gesetzliche Verpflichtung: Die UVV-Prüfung ist gesetzlich vorgeschrieben und umfasst tägliche Kontrollen durch den Fahrer, regelmäßige Überprüfungen durch den Halter und jährliche Prüfungen durch einen Sachkundigen.
  2. Prüfungsinhalte: Bei der UVV-Prüfung werden Sicherheitsfunktionen und der Zustand von Fahrzeugkomponenten wie Reifen und Bremsen überprüft, um Unfälle und Gesundheitsrisiken zu vermeiden.
  3. Dokumentation und Compliance: Für jede UVV-Prüfung müssen Prüfprotokolle erstellt werden. Nichtbeachtung kann zu Geldbußen und Verlust des Versicherungsschutzes führen.
  4. Link zur Vorlage: Fuhrparkleiter finden hier eine kostenlose Vorlage für die UVV Prüfung.

Was ist die UVV Prüfung von Pkw?

Die UVV-Prüfung für Pkw ist ein gesetzlich vorgeschriebener Prozess zur Sicherstellung der Verkehrstauglichkeit von Fahrzeugen und zur Vermeidung von Arbeitsunfällen sowie Gesundheitsgefahren. Diese UVV Prüfungen werden in den DGUV Vorschriften 70 (ehemals BGV D29) sowie DGUV 1 (ehemals GBV A1) geregelt und setzen sich aus verschiedenen Kontrollen zusammen.

Wichtige Punkte der UVV-Prüfung der Autos:

  • Tägliche Fahrzeugprüfungen: Fahrer müssen ihr Fahrzeug jeden Tag überprüfen.
  • Regelmäßige UVV Prüfungen durch den Halter: Der Fuhrparkleiter muss regelmäßige Kontrollen sicherstellen.
  • Jährliche Überprüfung durch einen Sachkundigen: Einmal jährlich ist eine umfassende Überprüfung durch eine sachkundige Person notwendig.
  • Fehlen diese Prüfungen, drohen dem Fahrzeughalter Geldstrafen und der Verlust des Versicherungsschutzes. Fuhrparkleiter sollten deshalb effiziente Methoden zur Integration dieser Kontrollen in den Arbeitsalltag finden.

Zusätzliche Hinweise:

  • UVV-Prüfungen beinhalten neben der Fahrzeugkontrolle auch die regelmäßige Gefährdungsunterweisung für Fahrer.
  • Die Fahrerunterweisung kann manuell oder elektronisch per E-Learning erfolgen. Es ist empfehlenswert, sich über effiziente Methoden für die Durchführung dieser Unterweisungen zu informieren.

Das Ziel der UVV-Prüfung der Pkw ist es, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen und Unfälle sowie Gesundheitsrisiken zu minimieren.

UVV Prüfung am Pkw durch Sachkundigen

Was wird bei der UVV Prüfung der Autos kontrolliert?

Die UVV-Prüfung von Pkw ist eine wichtige Sicherheitsmaßnahme, die darauf abzielt, die Verkehrssicherheit durch eine gründliche Überprüfung der Fahrzeugfunktionen und -komponenten zu gewährleisten. Im Vergleich zu Privatfahrzeugen sind Dienstfahrzeuge täglich intensiveren Belastungen ausgesetzt und erfordern daher eine sorgfältigere Wartung.

Wesentliche Aspekte der UVV-Prüfung der Pkw:

  • Überprüfung von Sicherheitsfunktionen: Alle Funktionen, die zur Sicherheit des Fahrzeugs beitragen, werden eingehend geprüft.
  • Kontrolle von Verschleißteilen: Teile, die einem natürlichen Verschleiß unterliegen, wie Reifen und Bremsen, werden auf ihren Zustand hin untersucht.
  • Überprüfung von Sensoren und Warnsystemen: Fahrzeugsensoren und Warnvorrichtungen werden getestet, um sicherzustellen, dass sie ordnungsgemäß funktionieren und somit Unfälle und Gesundheitsrisiken minimieren.

Obwohl diese UVV Prüfungen einen erheblichen Aufwand darstellen, tragen sie maßgeblich zur Verkehrssicherheit bei. Dienstfahrzeuge, die oft stundenlang im Einsatz sind und raueren Bedingungen wie Baustellenverkehr ausgesetzt werden, benötigen mehr Aufmerksamkeit als Privat-Pkws. Die sorgfältige Durchführung der UVV-Prüfung der Pkw ist daher entscheidend, um Unfälle zu verhindern und die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen.

Welche Nachweise müssen bei der UVV Prüfung erbracht werden?

Für eine klare und transparente Dokumentation der Ergebnisse ist es wichtig, Prüfprotokolle für jede UVV-Prüfung der Pkw anzufertigen. Diese Protokolle helfen dabei, den Zustand und die Sicherheit der Fahrzeuge genau zu überwachen und notwendige Maßnahmen zeitnah zu ergreifen.

Wichtige Inhalte der Prüfprotokolle:

  • Art der Prüfung: Welche Art von Prüfung wurde durchgeführt.
  • Prüfungsdatum: Das Datum, an dem die Prüfung stattgefunden hat.
  • Festgestellte Mängel: Alle Mängel, die während der Prüfung entdeckt wurden.
  • Risiko- und Sicherheitsanalysen: Bewertungen der Sicherheit für jedes Fahrzeug.
  • Potentielle Nachprüfungen: Hinweise auf erforderliche Nachkontrollen der Fahrzeuge.
  • Informationen des Prüfers: Angaben zur Person, die die Prüfung durchgeführt hat.

Bei Feststellung von Mängeln oder potentiellen Gefahren müssen diese umgehend behoben werden. Nach einer erfolgreichen Prüfung wird dem Fahrzeug eine Prüfplakette zugeteilt, und die Prüfungsdaten werden im Fahrzeug hinterlegt. Fahrzeuge ohne diese Plakette dürfen nicht gefahren werden. Die Intervalle für die UVV-Prüfungen der Autos legt der Fuhrparkmanager basierend auf einer Risikoanalyse fest. Diese Analyse ist Teil der Betriebssicherheitsverordnung und dient dazu, über Gefahren durch verschiedene Fahrzeuge zu informieren. Regelmäßige Prüfintervalle sind essentiell, um die Sicherheit zu gewährleisten und Unfälle zu vermeiden. Eine vernachlässigte UVV-Prüfung stellt ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko dar.

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Wer ist verantwortlich für die UVV Prüfung der Pkw?

UVV-Prüfungen dürfen von Personen durchgeführt werden, die über die erforderliche Sachkunde verfügen. Diese Sachkunde kann durch Ausbildungen von Berufsgenossenschaften erlangt werden. Bei großen Flotten kann es sinnvoll sein, dass sich der Fuhrparkmanager entsprechend ausbilden lässt. Obwohl es keine strenge Begrenzung des Personenkreises gibt, sind die notwendigen Kenntnisse für die Durchführung der Prüfungen unerlässlich. Sind diese Kenntnisse nicht vorhanden, ist die Prüfung ungültig. Die Verantwortung für die UVV-Prüfung liegt beim Geschäftsführer oder Inhaber des Unternehmens, diese Pflicht kann jedoch an einen kompetenten Fuhrparkmanager übertragen werden. Dies geschieht oft durch einen Fahrzeugüberlassungsvertrag, der die Fahrer zur Einhaltung der Prüfpflichten verpflichtet. Es ist wichtig, diese Übertragung der Pflichten schriftlich zu dokumentieren und von beiden Seiten unterzeichnen zu lassen. Dennoch bleibt der Fuhrparkverantwortliche letztlich haftbar, wenn der Fahrer seinen Pflichten nicht nachkommt, und muss dafür sorgen, dass die übertragenen Pflichten durch regelmäßige Kontrollen eingehalten werden. Eine vollständige Übertragung der Pflicht zur UVV-Prüfung ist nicht möglich, daher sollte bereits bei der Beschaffung der Fahrzeuge auf die Erfassung aller relevanten Termine geachtet werden.

Rechtsquelle: OLG Düsseldorf NZV 1989, 244; OLG Hamm DAR 2003, 381; OLG Bamberg zfs 2013, 651

Fuhrparkleiter füllt Dokumentation der UVV Prüfung am Pkw aus

Übersicht der UVV Prüfungen von Firmenwagen

Die UVV-Prüfungen sind umfangreich, aber mit dem richtigen Wissen über die Pflichten gut zu bewältigen. Es gibt vier Hauptaufgaben: die tägliche Fahrzeugkontrolle, die jährliche Fahrzeugkontrolle durch einen Experten, die Erstunterweisung sowie jährliche Unterweisung des Fahrpersonals durch den Fahrzeughalter.. Im Folgenden erhalten Sie klare Informationen zu diesen Pflichten, damit Sie immer alle wichtigen Termine im Auge behalten können.

1. Tägliche Fahrzeugkontrolle durch den Fahrer

Nach der DGUV Vorschrift 70 müssen sich die Fahrer täglich vom ordnungsgemäßen Zustand ihres Wagens überzeugen. Hierfür gibt es Checklisten, die Fuhrparkleiter z. B. laminiert ins Handschuhfach ihrer Fahrzeuge legen können.  Für die Checklisten gibt es vorgedruckte Vorlagen, die es kostenlos im Internet gibt. Das Fahrpersonal kann dann vor Fahrtantritt die Checkliste aus dem Handschuhfach nehmen und den Wagen auf Schäden und Mängel kontrollieren.

Checkliste für die UVV Prüfung der Pkw

Eine passende Checkliste für die Fahrzeugkontrolle sollte unter anderem folgende aufgeführte enthalten, um als umfassend zu gelten:

  • Der allgemeine Zustand des Fahrzeuges
  • Warndreieck
  • Erste-Hilfe-Set (gültig, nicht abgelaufen)
  • Warnweste
  • Sicherheitsausrüstung
  • Zustand von Bremsen
  • Zustand der Reifen
  • Zustand der Beleuchtung

Laden Sie sich jetzt unsere praktische Checkliste für die Umsetzung der UVV Prüfung als kostenlose Druckvorlage herunter.

2. Jährliche UVV Prüfung durch einen Sachkundigen

Fahrzeughalter müssen sicherstellen, dass ihre Fahrzeuge jährlich von einem Sachkundigen geprüft werden, um die Betriebs- und Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Diese sogenannte UVV-Prüfung ist für gewerblich genutzte Fahrzeuge vorgeschrieben und sollte nicht mit großem Aufwand verbunden sein, wenn sie gut geplant wird.

Wichtige Informationen zur UVV-Prüfung der Pkw durch Sachkundige:

  • Jährliche Überprüfung: Fahrzeuge müssen mindestens einmal im Jahr von einem Sachkundigen geprüft werden. Sachkundige sind Personen mit spezieller Ausbildung und Erfahrung, die auch von Berufsgenossenschaften ausgebildet werden können.
  • Kombination mit anderen Untersuchungen: Um Aufwand zu sparen, kann die UVV-Prüfung mit der Hauptuntersuchung (HU) oder einer regulären Inspektion kombiniert werden.
  • Bei der HU: Die Hauptuntersuchung findet nach der Erstzulassung zunächst nach 3 Jahren statt, danach alle zwei Jahre.
  • Bei regulären Inspektionen: Eine Inspektion, die den arbeitssicheren Zustand des Fahrzeugs bestätigt, gilt auch als UVV-Prüfung.
  • Planung für Fahrzeuge mit höherer Laufleistung: Fahrzeuge, die jährlich 15.000 bis 30.000 Kilometer fahren, können ihre UVV-Prüfung während der regelmäßigen Inspektion in der Werkstatt durchführen lassen.
  • Planung für Fahrzeuge mit niedrigerer Laufleistung: Bei Fahrzeugen mit geringerer Laufleistung kann der UVV-Termin mit dem halbjährlichen Reifenwechsel kombiniert werden.
  • Dokumentation und Bestätigung: Wichtig ist, dass die Werkstatt die Durchführung der UVV-Prüfung auf der Rechnung bestätigt und ein unterzeichnetes Prüfprotokoll für Ihre Unterlagen bereitstellt. Dies dient als Nachweis, dass die Prüfung ordnungsgemäß durchgeführt wurde.

Eine sorgfältige Planung und die Kombination der UVV-Prüfung mit anderen regulären Wartungsarbeiten können den Aufwand minimieren und gleichzeitig die Sicherheit der Fahrzeuge gewährleisten.

Tipp: Fuhrparkleiter sollten UVV-Prüfplaketten nach der jährlichen Fahrzeugkontrolle an die Fahrzeuge anbringen lassen.

Rechtsgrundlagen: §57 Abs. 1 DGUV-V 70, DGUV Grundsatz 314-003, Fahrer: §23 Abs. 1 & 2 StVO, Halter: §31 Abs. 2 StVZO, §57 Abs. 1 der der DGUV Vorschrift 70 (ehemals BGV D 29), §29 StVZO

Die Hauptuntersuchung

Sie müssen als Halter dafür sorgen, dass das Fahrzeug das erste Mal drei Jahre nach Erstzulassung, danach alle zwei Jahre die HU (umgangssprachlich “TÜV”, die HU/AU kann mittlerweile auch von anderen Prüfgesellschaften durchgeführt werden) durchläuft. Die Hauptuntersuchung ist entscheidend, um den verkehrssicheren Zustand des Fahrzeuges zu gewährleisten. Hier sollten Sie unbedingt auf das Einhalten aller Termine achten.

Das Terminmanagement ist dabei ein wichtiger Bestandteil des Fuhrparkmanagements. Digitale Tools sowie die Nutzung einer Fuhrparkmanagement Software erleichtert es Ihnen, hier stets alle Termine im Blick zu haben. Automatische Erinnerungen an alle Fahrer beugen dem Vergessen vor, wenn es um wichtige Termine im Fuhrpark geht. Zu diesen wichtigen Terminen gehört in jedem Fall die Hauptuntersuchung, selbst wenn diese eher im weiteren Sinne der UVV zugeordnet wird.

Die regelmäßige Überprüfung des Fahrzeugzustands

Idealerweise unterziehen Sie Ihre Fahrzeuge ein- bis zweimal jährlich einer Sichtkontrolle. Nur wer regelmäßig überprüft, kann im Zweifelsfall die Gerichte davon überzeugen, den Kontrollpflichten nachzukommen. Gerade, wenn Sie Kontrollpflichten wie in diesem Artikel beschrieben an Fahrer übertragen, müssen Sie nachweisen können, dass Sie deren Einhaltung auch glaubhaft überprüfen.

Mit einer regelmäßigen Kontrolle haben Sie noch einen weiteren Vorteil: Sie wissen stets über den Zustand Ihrer Fahrzeuge Bescheid. Damit können Sie Fahrer, die mit ihren Fahrzeugen nicht sorgsam umgehen, behutsam darauf hinweisen. Bei Beschädigungen können Sie noch vor der Rückgabe des Fahrzeugs eine Reparatur einleiten. Anstatt am Ende bei Rückgabe oder Verkauf Tausende von Euro draufzuzahlen, können Sie durch geschickte Planung und Reparatur viel Geld sparen. 

Idealerweise legen Sie sich einen separaten Ordner für Ihre Prüfprotokolle an. Als Vorlage für die Sichtkontrolle, können Sie unser kostenloses und nach DGUV Empfehlungen erarbeitetes Prüfprotokoll nutzen. Laden Sie sich diese Checkliste gerne herunter, um die Sichtkontrolle noch einfacher zu gestalten. In jedem Fall ist die regelmäßige Sichtkontrolle den zeitlichen Aufwand wert. Gerade weil Sie dadurch stets wissen, wie der Zustand der einzelnen Fahrzeuge ist. Vorbeugen ist hier die Devise, die sich in vielen Unternehmen bewährt hat.

Da gesetzliche Vorschriften folgende Gegenstände explizit hervorheben, sollten sich diese unbedingt im Fahrzeug befinden:

  1. Mindestens eine orange-rote oder fluoreszierend gelbe Warnweste nach der Norm EN 471 inklusive der zugehörigen Gebrauchsanweisung in deutscher Sprache. Die Warnweste sollte sich vorn im Fahrzeug, beispielsweise im Handschuhfach, befinden. 
  2. Ein funktionsfähiges Warndreieck. 
  3. Ein vollständiger Verbandskasten (achten Sie auf das Ablaufdatum).

Rechtsgrundlagen: DA zu §31 Abs. 1 der der DGUV Vorschrift 70 (ehemals BGV D 29); § 53a StVZO; § 35h Absatz 4 StVZO

Sachkundige führen eine UVV Prüfung am Firmenwagen durch

3. Erstunterweisung des Fahrpersonal

Die Erstunterweisung ist ein wichtiger Bestandteil der Unfallverhütung und wird bei der Übergabe eines Dienstwagens vorgenommen. Dabei informieren Fuhrparkverantwortliche die Fahrer über mögliche Gefahren und die grundlegende Bedienung des Fahrzeugs. In dieser Schulung lernen die Fahrer, wie sie mit dem Fahrzeug und verschiedenen Verkehrssituationen sicher umgehen.

Wichtige Inhalte der Erstunterweisung:

  • Anpassung des Fahrzeugs: Einstellen von Sitz und Spiegeln, vor allem bei Poolfahrzeugen.
  • Rechtliche Vorgaben: Beachtung von Lenk- und Ruhezeiten laut Arbeitszeitgesetz.
  • Verhaltensregeln während der Fahrt: Bilden einer Rettungsgasse im Stau, korrekte Nutzung von Mobiltelefonen.
  • Sicherheitsausstattung: Überprüfung von Warndreieck, Warnweste und Erste-Hilfe-Kasten im Fahrzeug.
  • Ladungssicherung: Anwendung von Netzen, Zurrriemen und Sicherungsstangen zur Ladungssicherung.
  • Verhalten im Straßenverkehr: Aufstellen von Warndreiecken, Einhalten von Park- und Halteverboten, Sicherheitsabstand und Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Es ist gesetzlich vorgeschrieben, diese Unterweisung schriftlich zu dokumentieren. Fehlt diese Unterweisung oder die Dokumentation und es kommt zu einem Unfall, drohen dem Unternehmen und den Verantwortlichen rechtliche Strafen.

4. Jährliche Unterweisung des Fahrpersonal

Die jährliche Unterweisung des Fahrpersonals und die Erstunterweisung dienen beide der Sicherheit und der Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften, unterscheiden sich jedoch in ihrem Anlass und Fokus:

Erstunterweisung:

  • Anlass: Findet bei der ersten Übergabe des Dienstwagens an einen Fahrer statt.
  • Ziel: Klärung über allgemeine Funktionen des PKWs, spezifische Fahrzeugmerkmale und erste Einweisung in die Verkehrssicherheit.
  • Inhalte: Grundlegende Bedienung des Fahrzeugs, Einstellung von Sitz und Spiegeln, Informationen über Lenk- und Ruhezeiten, Verhalten im Straßenverkehr, Sicherheitsausstattung des Fahrzeugs und deren Nutzung.

Jährliche Unterweisung:

  • Anlass: Jährlich wiederkehrende Schulung für das gesamte Fahrpersonal.
  • Ziel: Auffrischung und Aktualisierung des Wissens über sicheren Umgang im Straßenverkehr, neue Verkehrsvorschriften und Sicherheitsbestimmungen.
  • Inhalte: Vertiefung der Kenntnisse über Verkehrssicherheit, aktuelle Veränderungen in den Verkehrsvorschriften, spezifische Gefahrensituationen und Umgang mit diesen, Überprüfung der Sicherheitsausstattung und eventuelle Neuerungen in der Fahrzeugtechnologie.

Während die Erstunterweisung eine grundlegende Einführung und Anpassung an das Fahrzeug bietet, konzentriert sich die jährliche Unterweisung auf die Vertiefung und Aktualisierung des Wissens sowie die Sensibilisierung für aktuelle Sicherheitsthemen. Beide sind wichtige Säulen der präventiven Sicherheitsmaßnahmen im Fuhrparkmanagement.

Die elektronische UVV-Prüfung mit Avrios

Die Prüfungen über die Kenntnis der Unfallverhütungsvorschriften sind zeitaufwändig, aber Pflicht. Die Fuhrparksoftware von Avrios entlastet Sie und Ihre Fahrer. Schon bei der Beschaffung eines Fahrzeugs werden die nötigen UVV-Termine automatisch festgelegt. Die Fahrer erhalten bei Fälligkeit eine Erinnerung. Die Erledigung bestätigt der Fahrer selbst, ein Kontakt zum Fuhrparkverantwortlichen ist nicht nötig.

Die UVV-Prüfung findet immer direkt am entsprechenden Fahrzeug statt. Mit Avrios werden die Termine automatisch geplant, durchgeführt und zuletzt in der digitalen Fahrzeugakte abgelegt. Die Prüfung durch den Sachverständigen entfällt zwar nicht, doch wird kein fälliger Termin mehr vergessen.

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Wo werden die Unfallverhütungsvorschriften geregelt?

Entscheidend ist bei einem Blick auf die Unfallverhütungsvorschriften die besonders wichtige DGUV Vorschrift 70. Mehr über die rechtlichen Hintergründe der UVV im Fuhrpark erfahren Sie in unserem Beitrag über die Rechtsgrundlagen der UVV im Fuhrpark. Eine Übersicht zum Geltungsbereich der DGUV Vorschrift 70 sowie zu den UVV-Pflichten für Fuhrparkverantwortliche finden Sie in unserem Beitrag zur DGUV 70 für Fahrzeuge.

Es handelt sich bei dieser Vorschrift um die rechtlichen Grundlagen, die für die Unfallverhütungsvorschriften entscheidend sind. Besonders wichtig sind in diesem Zusammenhang auch die Berufsgenossenschaften, die den Auftrag haben, Arbeitsunfälle mit allen Mitteln zu verhindern. Die entsprechende rechtliche Grundlage findet sich im Sozialgesetzbuch, genauer gesagt unter §14 SGB VII. Das Arbeitsschutzgesetz ist an dieser Stelle ebenfalls relevant, da der Schutz der Mitarbeiter im Fokus steht. Unfällen vorzubeugen zählt damit zu Aufgaben, die im Sozialgesetzbuch genau wie im Arbeitsschutzgesetz von Bedeutung sind.

Den Auftrag, Arbeitsunfälle zu verhindern, können die Berufsgenossenschaften unter anderem durch Prüfungen wie die UVV Prüfung erfüllen. Passend dazu regelt die DGUV Vorschrift 70, wie die Prüfungen ablaufen müssen. Die Grundsätze der Vorschrift setzen beispielsweise Maßnahmen für verschiedene Verfahren. Angeordnete Verfahren wie die UVV Prüfung benötigen schließlich genau festgelegte Maßnahmen und rechtliche Grundlagen. Die DGUV Vorschrift 70 regelt sowohl die UVV Prüfung im Detail als auch die erforderliche Fahrerunterweisung und die regelmäßige Fahrzeugprüfung. Ein Blick auf die DGUV Vorschrift 70 ist damit entscheidend, wenn Sie die rechtlichen Grundlagen für gängige Unfallverhütungsvorschriften nachprüfen wollen.

FAQ zur UVV Prüfung der Firmenwagen

1. Was ist die UVV-Prüfung für Pkw und warum ist sie wichtig?

Die UVV-Prüfung (Unfallverhütungsvorschriften) ist eine gesetzlich vorgeschriebene Kontrolle, die sicherstellt, dass Fahrzeuge im Fuhrpark sicher und betriebstauglich sind. Sie dient der Vermeidung von Arbeitsunfällen und Gesundheitsgefahren.

2. Wer ist verantwortlich für die Durchführung der UVV-Prüfung der Fahrzeuge?

Die Verantwortung für die UVV-Prüfung liegt beim Fuhrparkmanager oder Geschäftsführer. Diese Pflicht kann an kompetente Personen im Unternehmen delegiert werden, wobei die Verantwortung letztlich beim Fuhrparkverantwortlichen bleibt.

3. Wie oft muss die UVV-Prüfung durchgeführt werden?

Die UVV-Prüfung muss jährlich durchgeführt werden. Zusätzlich sind tägliche Fahrzeugkontrollen durch den Fahrer und regelmäßige Kontrollen durch den Halter erforderlich.

4. Welche Elemente werden bei der UVV-Prüfung überprüft?

Bei der UVV-Prüfung werden alle sicherheitsrelevanten Funktionen und Komponenten des Fahrzeugs überprüft, einschließlich Reifen, Bremsen, Beleuchtung und Sicherheitsausrüstung wie Warndreieck und Erste-Hilfe-Set.

5. Können UVV-Prüfungen in Kombination mit anderen Fahrzeugkontrollen durchgeführt werden?

Ja, die UVV-Prüfung kann mit der Hauptuntersuchung (HU) oder einer Inspektion kombiniert werden. Es ist wichtig, dass die Werkstatt die Durchführung der UVV-Prüfung bestätigt und ein entsprechendes Prüfprotokoll ausstellt.

6. Wie oft muss die Fahrzeugkontrolle nach UVV erfolgen?

Die Fahrzeugkontrolle nach UVV sollte vor jedem Fahrtantritt überprüft werden. Verpflichtend ist die jährliche Fahrzeugkontrolle durch Mitarbeiter und durch einen Sachverständigen, der eine gesonderte Prüfung vornimmt. Es handelt sich um einen jährlich anfallenden Pflichttermin, welcher im Fuhrpark unbedingt wahrzunehmen ist.

7. Welche Kosten fallen für die UVV Prüfung der Firmenwagen an?

Die genau anfallenden Kosten für die UVV Prüfung hängen vom jeweiligen Fahrzeugtypen ab. Für Autos schwanken die Kosten zwischen etwa 15 und rund 100 Euro. Mit einem bereitgestellten Betrag von etwa 100 Euro jährlich sind die Kosten für die UVV Prüfung in der Regel gedeckt. Die Kosten hängen unter anderem vom Fahrzeugtyp genau wie vom Tarif des jeweiligen Sachverständigen ab.

Weitere Ressourcen zur UVV Prüfung der Fahrzeuge

Weitere Vorlagen und E-Books:

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Video zur UVV Prüfung von Pkw:

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