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Kostenmanagement

Schadenkosten optimieren

Wir schauen uns das Thema Schadenquoten und Versicherungsprämien für den Fuhrpark an.

Dezember. 1, 2021


Schadenquote verstehen, Zusammenhänge erkennen

Eine Versicherung achtet darauf, dass die erstatteten Schadenkosten nicht die eingenommenen Prämien übersteigen. Daraus lässt sich ableiten, dass die Anzahl der gemeldeten Schäden und die Schadenshöhe einen direkten Einfluss auf die Versicherungsprämien haben. Dies nennt man Schadenquote.

Was ist eine Schadenquote?

Dafür müssen wir uns in die Perspektive einer Versicherung begeben. Die Kfz-Versicherungen möchten sicherstellen, wie jedes andere Unternehmen auch, dass das vergangene Geschäftsjahr gut gelaufen ist. Anpassungen, Einsparungen und Optimierungen stehen auch hier auf der Tagesordnung. Eine dafür genutzte Berechnung ist die Schadenquote. Sie setzt die entsprechenden Kosten für Schadensfälle ins Verhältnis zu den Prämienzahlungen. Genauer gesagt: Wie viel hat die Versicherung an Prämienzahlungen eingenommen und wie viel mussten sie für Schäden bezahlen.

Wir dürfen aber als Versicherungsnehmer nicht von einer 100 % Schadenquote ausgehen, da Versicherung in die Quote noch die internen Kosten verrechnet: Mitarbeiter, Standort usw.  

Wie errechnet sich eine Schadensquote?

Zur Berechnung der Schadenquote kann die Schadenquote-Formel verwendet werden. Man teilt den entstandenen Schadenaufwand durch den eingenommenen Betrag und multipliziert diesen Wert mit 100.

Formel:

Schadenquote: Formel









In Abhängigkeit der Versicherung, der Branche und auch den gegebenen Bedingungen auf dem Versicherungsmarkt sollte die Schadensquote aber nicht 65-70 % überschreiten. Ansonsten können Prämienerhöhungen für Sie drohen. Eine Übersteigung der Schadenquote stellt für die Versicherung immer einen Nachteil dar und diese müssten dann die erhöhten Kosten übernehmen. Sollte die Quote immer wieder überschritten werden, kann es sogar im schlimmsten Fall bedeuten, dass die Versicherung Ihnen kündigt. Achten Sie somit sehr genau darauf, dass Sie die Quote mit Ihrem Fuhrpark nicht kontinuierlich überschreiten.  

Vermeidung von Prämienerhöhung und Kündigung

Damit Sie Prämienerhöhungen und eventuelle Kündigungen vermeiden können und somit Versicherungs- und Schadenkosten optimieren, vielleicht sogar senken, können Sie zwei Wege einschlagen.

  • Weniger Schäden bei der Versicherung melden.
  • Reduzierte Rückforderung für einzelne Schäden.

Achten Sie darauf, dass die Schäden an den Firmenfahrzeugen niedrig gehalten werden. Sie fragen sich zu Recht, wie Sie das beeinflussen können? Beginnen Sie damit, dass Sie akribisch Buch führen, welche Mitarbeiter Unfälle verursacht haben. Notieren Sie den Unfallhergang und die entstandenen Schäden. Dies ermöglicht Ihnen, Wiederholungen zu erkennen. Sie sehen dann, ob Fahrer X immer an derselben Stelle Hindernisse rammt. Ob es sich immer um Auffahrunfälle (somit evtl. um mögliche Ablenkungen beim Fahren) handelt. Sie können auch Mitarbeitern, die eine bestimmte Anzahl an Schäden verursacht haben, zu jährlichen Schulungen und Fahrtrainings teilnehmen lassen.

Tipp: Das Fahrtraining sollten mit dem eigenen Firmenwagen durchgeführt werden. Damit kann der Fahrer sich mit der Handhabung, den Ausmaßen und den Gewohnheiten des Fahrzeugs vertraut machen.  

Analyse der Schäden

Wie bereits im oberen Absatz erwähnt, dokumentieren Sie nicht nur die Schäden, sondern auch den Unfallhergang und wer den Schaden in Ihrem Unternehmen verursacht hat. Wenn Sie alles dokumentiert haben, lassen sich Wiederholungen schneller erkennen und dementsprechend dagegenwirken und Vorkehrungsmaßnahmen treffen.

Sie erkennen schnell mögliche Defizite bei den Fahrkünsten in Ihrem Team und können diese mit Fahrschulungen entgegenwirken. Achten Sie zudem auf den Wochentag, an dem die Schäden verursacht wurden. Häufen sich diese am Ende der Woche über die Mehrheit der Mitarbeiter, kann dies auf Stress durch zu eng getaktete Zeitpläne zurückzuführen sein.

„Dokumentieren Sie nicht nur die Schäden, sondern auch den Unfallhergang und wer den Schaden in Ihrem Unternehmen verursacht hat.“

Weitere Maßnahmen zur Reduzierung von Unfällen

Ermitteln Sie, ob eine Nachrüstung der Fahrzeuge optimal wäre, z. B. ein Abbiege- oder ein Parkassistent, eine Rückfahrkamera sowie ein verbessertes Navigationsgerät. Installieren Sie eine Freisprechanlage in Fahrzeugen, damit die Ablenkung der Fahrer minimiert wird (kein Herumhantieren mit dem Smartphone während der Fahrt). Identifizieren Sie unfallträchtiger Routen und legen Sie alternativer Fahrstrecken für die Fahrer fest. Achten Sie darauf, dass die Reifen immer der Saison und dem Wetter angepasst sind. Wenn nötig, informieren Sie Ihre Fahrzeuge-Nutzer rechtzeitig, dass ein Reifenwechsel bevorsteht, und lassen Sie sich darüber informieren, wann es umgesetzt wurde.  

Schadenquote nicht aus den Augen verlieren

Auch mit der größten Vorsicht und allen zur Verfügung stehenden Maßnahmen lassen sich Unfälle nicht vermeiden. Menschen bleiben Menschen und diese machen Fehler. Sie sollten also als Flottenbetreiber die Schadenquote immer im Auge behalten. Nichts ist unangenehmer, als dass die Information begleitet mit einer Prämienerhöhung als Überraschung auf Ihrem Tisch landet.

Nicht nur eine detaillierte Dokumentation der Schäden ist zwingend notwendig, wenn Sie die Versicherungskosten auf gleichem Niveau halten, evtl. sogar reduzieren wollen. Sie müssen auch eine Übersicht führen, welche Kosten und Prämien anfallen. Welche Schäden rückvergütet wurden und wie hoch Ihr Selbstbehalt war. Dies alles ermöglicht Ihnen ein aussagekräftiges Berichtswesen.

Tipp: Handeln Sie aktiv, nicht passiv, wenn es um Ihre Schadenquote geht.

Avrios: Fuhrparkmanagement und Optimierung der Schadenquote

Auf unserer Plattform laufen alle Informationen an einem gesammelten Ort zusammen. Dies unterstützt Sie bei Ihrer täglichen Administration und zentralisiert alle Daten. Sie können auch alle Versicherungskosten und Ihre Schadensdokumentation aufnehmen.

Beispiel:

Ihre Schadenquote wird tagesaktuell live berechnet. Dies ermöglicht es Ihnen einfach und auf allen Daten basierend eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Sollte dies alles für Sie zu zeitintensiv sein und Sie möchten diese administrativen Aufgaben gerne abgeben wollen, dann bietet Ihnen Avrios in Kooperation mit Repairfix ein umfassendes externes Schadenmanagement. Beginnend mit der Abwicklung und der Koordination bis zum Abschleppdienst und der Ersatzmobilität sowie zur konsolidierten Verrechnung wird alles für Sie übernommen. Sie erhalten alles aus einer Hand, zusammengeführt und synchronisiert auf einer zentralen Plattform. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Ihnen eine zentrale und digitale Fahrzeugverwaltung anzubieten, die Ihren administrativen Aufwand auf ein Minimum reduziert. Hier können Sie sich für Ihren kostenlosen Account anmelden und mit uns in die Zukunft des Fuhrparkmanagements durchstarten – mit einem Klick erhalten Sie alle relevanten Berichte und Auswertungen für Ihren Fuhrpark!

Reparaturen, Statistiken & Fahrer

Im ersten Teil dieses Artikels haben wir den Zusammenhang zwischen Versicherungsprämien und Schadenkosten beleuchtet. Zusammengefasst kann gesagt werden, dass sich die Versicherungsprämien erhöhen, wenn die Schadenkosten steigen. Selbst, wenn es mit einem gewissen Zeitversatz geschieht.

Reparaturen

Wenn man sich mit den Schadenkosten intensiv beschäftigt, muss man sich zwangsläufig auch mit den Reparaturen in der Fahrzeugflotte auseinandersetzen. Denn Versicherungsprämien steigen nicht nur, wenn man die Schadenquote übersteigt, sie kann sich auch senken, sollten weniger Schäden gemeldet werden. Dieses Thema möchten wir in diesem Artikel genauer beleuchten.

✔️ Wie lassen sich Ausgaben für die Versicherung und Schäden reduzieren?
✔️ Welchen Beitrag leisten diese zu den Gesamtkosten einer Fahrzeugflotte?

#1 Rechenbeispiel

Verdeutlichen wir den Sachverhalt mit einem Rechenbeispiel aus der Praxis.

Gehen wir von einer Standardfahrzeugflotte mit 100 Fahrzeuge aus. Durchschnittlich geschehen 20 – 40 Schadenereignisse pro Jahr. Hierzu zählen Steinschlag, Wildunfälle, Parkschäden sowie kleine und große Unfälle. Die Schadenreparatur liegt durchschnittlich zwischen 2.000 – 2.500 Euro, mit einer Selbstbeteiligung zwischen 200 – 500 Euro.  

Flottengröße100 Fahrzeuge
Ø Kosten pro Schaden€ 2.300
Selbstbehalt pro Schaden€ 300
Ø Anzahl Schäden pro Jahr30x
Zielschadenquote65 %
*Schadenquote: siehe Artikel ‚Schadenkosten optimieren Teil 1/3

Aus den in der Übersicht genannten Rahmenbedingungen lassen sich folgende Versicherungsprämien errechnen.

Wenn man diese Berechnung mit den durchschnittlichen Werten zugrunde legt, ergibt sich ein Versicherungsbeitrag pro Fahrzeug und Monat von 77 Euro. Darüber hinaus entstanden Selbstbeteiligungskosten in Höhe von 9.000 Euro.

Kostensenkung bei Reparaturen

Wer die Kosten für die Versicherungsprämie und auch den Selbstbehalt senken möchte, muss sich mit den entstandenen Schäden, dem Unfallhergang und den Reparaturen beschäftigen. Denn nur wenn die Schäden pro Jahr in der Fahrzeugflotte reduzieren kann, mindert somit die Kosten. Außerordentliche Kosten, wie zum Beispiel Schadenersatz, fehlender Versicherungsschutz usw. werden hier ausgeschlossen.

Möglichkeit Nr. 1

Führen Sie akribisch Buch über jeden Schaden, der verursacht wurde. Finden Sie die Ursache:

  • Mangelnde Konzentration (Ablenkung durch das Herumhantieren mit dem Smartphone, notwendige Unterlagen, Stress <zu viele Fahrten>)
  • Nicht ausreichendes Equipment beim Fahrzeug (Rückfahrkamera, keine passenden Winterreifen, Freisprechanlage usw.)
  • Fahrstrecke ist zu herausfordernd für den Fahrer (alternative Strecken ermitteln)
  • Mangelndes Fahrkönnen – hier können Fahrsicherheitstrainings angeboten werden

Wenn Sie anhand Ihrer Dokumentation die Ursachen sowie dann die möglichen Gegenmaßnahmen ermitteln können, lassen sich im ersten Schritt die Anzahl der Schäden pro Jahr reduzieren.

Möglichkeit Nr. 2

Wenn Sie noch so sehr versuchen, die Ursachen für die Entstehung von Schäden mit Gegenmaßnahmen zu vermindern, es werden dennoch Reparaturen in Ihrer Fahrzeugflotte nötig sein. Sie können sich dann einmal die Kosten Ihrer Kfz-Werkstatt genauer ansehen. Versuchen Sie, die Kosten für die Werkstatt zu senken.

Aus diesem Grund muss zwingend bei jedem Schaden ein Kostenvoranschlag in Auftrag gegeben werden. Zudem sollten Sie die Rechnung nach Abschluss der Reparatur genau prüfen. Vermeiden Sie es auch, dass die Versicherung sich direkt an die Kfz-Werkstatt wendet. Es kann durchaus passieren, dass die Werkstatt in diesen Fällen einen Maximalbetrag in Rechnung stellt – zulasten für Sie. Für die Kfz-Werkstatt ist dies ein gutes Geschäft. Vermeiden Sie dies um jeden Preis!  

Administrative Abwicklung

Sie werden nicht drum herumkommen, Kostenvoranschläge genauestens zu prüfen und ggf. mit dem Werkstattpartner Konditionen zu verhandeln. Verschaffen Sie sich einen detaillierten Überblick über alle Reparaturen und den dafür bezahlten Kosten. Vielleicht ist es für Sie möglich, dass Sie sich auf wenige Werkstattpartner konzentrieren können, dies macht Ihnen eine Verhandlung mit optimalen Konditionen und den gewünschten Rabatten einfacher.  

Vermeiden Sie es um jeden Preis, dass die Versicherung sich direkt an die Kfz-Werkstatt wendet.“

#2 Rechenbeispiel

Wenn Sie sich jetzt vielleicht zu Recht denken, dies ist für Sie ein zu großer administrativer Aufwand und lohnt sich die von Ihnen zusätzlich investierte Zeit, dann lassen Sie es uns mit einem Rechenbeispiel veranschaulichen.

Gehen wir einmal davon aus, dass Sie es mit den oben genannten Gegenmaßnahmen geschafft haben, drei Schäden pro Jahr zu verhindern. Zudem ist es Ihnen gelungen, 15 % der Reparaturkosten zu reduzieren.

Berechnung

Daraus ergeben sich pro Jahr 27 Schäden zu durchschnittlich 1.955 Euro, bei einem gleichbleibenden Selbstbehalt.

Anstelle von 77 Euro an Versicherungsprämie werden nun 57 Euro pro Fahrzeug und Monat fällig, knappe 26 % weniger. Zudem reduzieren Sie die Kosten für den Selbstbehalt um 10 %. Zusammengefasst können damit die Kosten für Schäden und der Versicherungsprämie um ca. 24 % reduziert werden.  

Selbstverständlich handelt es sich hierbei um ein hypothetisches Rechenbeispiel und Versicherer werden nicht unmittelbar Prämien senken, da auch noch weitere Faktoren wie die Risikobeurteilung zum Tragen kommen.

Deutlich wird aber allemal, dass mit wenig Aufwand große Ergebnisse erzielt werden können.

Tipp: Führen Sie akribisch Buch über jeden Schaden, der verursacht wurde.

Fazit

Auch wenn es sich hier nur um durchschnittliche und hypothetische Berechnungen handelt, wollten wir damit verdeutlichen, wie Sie die Kosten für Ihr Unternehmen reduzieren können. Welche Möglichkeiten Ihnen hiermit geboten werden, die Ihnen evtl. im täglichen Alltagsstress nicht präsent sind. Auch wenn es sich im ersten Moment so anhört, als hätten Sie damit Mehrarbeit, wird sich eine genaue Buchführung der Schäden auf lange Sicht für Sie auszahlen. Dokumentieren Sie den Unfallhergang sowie die Reparaturen (Kostenvoranschläge, Rechnungen) und implementieren Sie die oben genannten Gegenmaßnahmen.

Wie kann Ihnen Avrios bei den administrativen Aufgaben helfen.

Auf unserer Plattform laufen alle Informationen an einem gesammelten Ort zusammen. Dies unterstützt Sie bei Ihrer täglichen Administration und zentralisiert all Ihre Daten. Erfassen Sie Ihre Schadenquote, Ihre Schäden, die Unfälle, Ihre Versicherungen, Kostenvoranschläge und die angefallenen Reparaturkosten sowie Selbstbehalt. Sollte dies alles für Sie zu zeitintensiv sein und Sie möchten diese administrativen Aufgaben gerne abgeben wollen, dann bietet Ihnen Avrios in Kooperation mit Repairfix ein umfassendes externes Schadenmanagement. Beginnend mit der Abwicklung und der Koordination bis zum Abschleppdienst und der Ersatzmobilität sowie zur konsolidierten Verrechnung wird alles für Sie übernommen. Sie erhalten alles aus einer Hand, zusammengeführt und synchronisiert auf einer zentralen Plattform.

Wir sind da, um Ihnen zu helfen!

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Ihnen eine zentrale und digitale Fahrzeugverwaltung anzubieten, die Ihren administrativen Aufwand auf ein Minimum reduziert. Hier können Sie sich für Ihren kostenlosen Account anmelden und mit uns in die Zukunft des Fuhrparkmanagements durchstarten – mit einem Klick erhalten Sie alle relevanten Berichte und Auswertungen für Ihren Fuhrpark!

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